Krudenburger Schützen ehrten am Samstag ihren ehemaligen Schützenpräsidenten

Petrus gab einen kräftigen Segen dazu, als die Krudenburger Schützen am Samstagnachmittag vor dem Schützenhaus standen, um an der Enthüllung eines Schildes mit der Aufschrift „Helmut-Puschmann-Platz 1“ durch Puschmanns Enkel Leo Puschmann teilzunehmen.

Krudenburg hat einen Helmut-Puschmann-Platz
Schützenpräsident Alfred Schüring begrüßte am Samstag zur Enthüllung eines Schildes mit der Aufschrift „Helmut-Puschmann-Platz 1“ Puschmanns Sohn Holger, dessen Frau Tina, die Ehefrau Wilma Puschmann, den Enkel Leo Puschmann, den Hünxer Bürgermeister Dirk Buschmann, Puschmans Sohn Michael und dessen Frau Elena (v.r.). Foto: Helmut Scheffler

Mit diesem Schild erinnern die Krudenburger Schützen an Helmut Puschmann, der als Nachfolger von Heinrich Boveland in den Jahren 1981 bis 2008 Präsident im Lippedorf war und sich um den Verein sehr verdient gemacht hat. „Ohne ihn wäre das Schützenhaus nie gebaut worden“, erinnerte der amtierende Präsident Alfred Schüring in seiner Ansprache.

Betonrohre vor dem Schreddern bewahrt

Als Mitarbeiter der Telekom verpasste Helmut Puschmann beim Abriss des Weseler Fernmeldeturmes vor drei Jahrzehnten nicht die Chance, die Rohre zu sichern. Einige dieser Rohre wurden nach Krudenburg transportiert und dienten für den Bau des unterirdischen Schießkellers, in dem Helmut Puschmann im Jahre 2001 so gut schoss, dass er – genau 20 Jahre nach Beginn seiner Präsidentschaft – in der Schützensaison 2001/03 mit seiner Frau Wilma die Regentschaft übernehmen durfte.

Baugenehmigung für das Schützenhaus

Nach dem Bau des Schießkellers dauerte es noch etwa zwei Jahre, bis die Baugenehmigung für das Schützenhaus im Jahre 1988 erteilt wurde. Danach ging der Bau so zügig voran, dass im selben Jahr das Richtfest gefeiert werden konnte. Ende 1990 war das Schützenhaus bezugsfertig. Die Jahreshauptversammlung 1991 war die erste Vereinsveranstaltung im neuen Schützenhaus mit der postalischen Anschrift Krudenburger Straße 13a.

Als Helmut Puschmann am 25. März 2012 im Alter von 69 Jahren starb, hinterließ er nicht nur eine große Lücke im Schützenverein. Auch als Politiker hat er sich leidenschaftlich für die Belange der Gemeinde Hünxe eingesetzt, zu der Krudenburg seit der kommunalen Neuordnung des Jahres 1975 gehört.

Bürgermeister Dirk Buschmann erinnerte am Samstag daran, dass Puschmann von 1979 bis 2004 Mitglied des Hünxer Gemeinderates war. Den Vorsitz der Hünxer CDU-Fraktion hatte er im Zeitraum von 1989-1999 inne. Puschmann war Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Drevenack/Krudenburg. Danach war er viele Jahre Vorsitzender der CDU-Gemeindeverbandes Hünxe.

„Wir sind sehr stolz über diese Ehrung unseres Vaters“, dankte Michael Puschmann dem Schützenverein Krudenburg und fügte hinzu, „mein Vater hat gerne mit großem Engagement die Tätigkeit als Schützenpräsident wahrgenommen.“ Mit einem Fässchen Bier dankte die Familie Puschmann den Schützen, die sich mit einem dreifachen „Gut Schuss“ recht herzlich bedankten und damit zugleich überleiteten zum Königsschießen der Saison 2019 bis 2021.

Helmut Scheffler


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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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