CDU Schermbeck lud Ehrenamtler zu einer Feier ein
Schermbeck Diesmal brauchten sie eine Feier nicht vorzubereiten. Getränke und Snacks standen auch ohne ihre Mithilfe auf den Tischen und Einladungskarten hatten andere verschickt. Diesmal ließen sich Schermbecker Ehrenamtler ganz einfach mal verwöhnen.
Die CDU hatte die Idee, etwas für die vielen Bürger zu tun, die einen mehr oder wenigen großen Teil ihrer Freizeit dafür verwenden, anderen Menschen in irgendeiner Form zu dienen und dabei ein soziales Netzwerk zu knüpfen. Unsere Gemeinde lebt von ihrem Engagement auf ganz unterschiedliche Weise“, würdigte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Christian Hötting (Foto oben links) das breite Spektrum von Tätigkeiten, die von einer stattlichen Anzahl Bürgern für andere Menschen ohne Bezahlung oder allenfalls gegen eine Entschädigung erbracht werden.

Von den mehr als 200 Vereinen, Gruppen und Privatpersonen, an welche Einladungen zur Ehrenamtsfeier verschickt wurden, kamen etwa 100 Ehrenamtler ins Begegnungszentrum. Vertreter aller drei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck folgten der Einladung der CDU ebenso wie Repräsentanten die vier Schermbecker Heimatvereine, der Sportvereine und Mitglieder kirchlicher Gruppen. Finanziert wurde die Bewirtung und das kulturelle Rahmenprogramm von der CDU, die auf Sponsoren verzichtete und mit Rücksicht auf den leeren kommunalen Geldbeutel auch keinen Zuschuss aus Steuergeldern beantragte.
„Ich finde es gut, dass die CDU die Leute eingeladen hat“, stellte der Chef der agilen Gahlener Rentnertruppe anerkennend fest und registrierte erfreut das zustimmende Kopfnicken seiner Tischnachbarn. „Es tut gut, dass nach einer arbeitsreichen Saison unsere Arbeit auf diese Weise geschätzt wird“, pflichtete Herbert Gülker als Geschäftsführer des Gahlener Heimatvereins bei.
Ein Blick in die Runde machte deutlich, dass ehrenamtliche Aktivitäten in allen Schermbecker Ortsteilen für den rechten sozialen Kitt innerhalb der kleinstädtischen Bevölkerung sorgen. Hier die Uefterin Marietheres Stenert als Sprecherin der Frauengemeinschaft von St. Ludgerus, ein Stückchen weiter Maike Beckmann und Karl Westerhuis vom Weselerwalder Heimatverein. Ernst-Hermann Göbel vertrat den regen Turmverein in Damm, und der Gahlener Hans Kutscher vertritt die Interessen von etwa 4000 Sportlern im Gemeindesportverband.
Ehrenamt ist nicht begrenzt auf spezielle Altersgruppen. Die im Begegnungszentrum vertretenen Ehrenamtler widmen ihre Freizeit den Miniclubs, den Pfadfindern und der Frauenhilfe der Gahlener Kirchengemeinde ebenso wie dem Netzwerk der Georgsgemeinde und den älteren Menschen. Die einen sind Museumsführer, die anderen leiten Arbeitsgemeinschaften, kümmern sich um den Eine-Welt-Basar, um die kulturelle Inwertsetzung des Dorfes oder um die Bewahrung des Brauchtums.
Im Gespräch mit den Ehrenamtlern wurde häufig das wiederholt, was Dr. Burkhard Holl als Chef der Handballer als Ursache für sein eigenes Engagement nannte: „Wenn man sieht, dass sich andere viele Jahre lang für meine Belange eingesetzt haben, dann ist man gerne bereit, sich selbst einzubringen in den Dienst für andere.“
Leute wie der Rentner Gerhard Becks gibt es auch in Ehrenamtskreisen nicht allzuoft. Zählt man die Jahre seiner ehrenamtlichen Aktivitäten in den verschiedensten Gruppen zusammen, dann kommen weitmehr Jahre als das eigenen Lebensalter zusammen.

Für die Unterhaltung der Gäste sorgte der Moerser Christian Behrens mit Ausschnitten aus dem Programm des niederrheinischen Kleinkunsttheaters „Kleine Welten“. In Liedern und Erzählungen vermittelte Behrens den Zuhörern zahlreiche Facetten der niederrheinischen Landschaft und der Charaktere ihrer Bewohner.
„Ich empfehle dem Vorstand eine Wiederholung der Ehrenamtsfeier“, zog Christian Hötting eine positive Bilanz. Dann werde man allerdings den Verteiler noch weiter verfeinern, kündigte er an, um auch all jene Ehrenamtler zu erreichen, die außerhalb von Vereinen einen wertvollen Beitrag für die Solidargemeinschaft leisten. H.Sch.
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