Nach dem mysteriösen Tod der Stute Bahila aus Holsterhausen steht nun fest: Tier wurde nicht zu Tode gequält. In den sozialen Netzwerken werden die Ergebnisse der Veterinärmediziner angezweifelt

Holsterhausen. Der Verdacht auf Tierquälerei konnte nicht bestätigt werden. Nach der offiziellen Pressemitteilung am Dienstag der Polizei Recklinghausen, dass das Pferd Bahila der Familie Büning in Dorsten-Holsterhausen nicht zu Tode gequält wurde, reißen die Diskussionen in den sozialen Netzwerken nicht ab.

Pferdeweide-Dorsten-Borkener-Straße

Viele Fragen bleiben offen. Besonders was die ungewöhnlichen Verletzungen anbelangt, sind die Pferdebesitzer und Tierfreunde skeptisch und zweifeln die Glaubwürdigkeit des Gutachtens an, dass hierfür ein Tier verantwortlich sein soll.

Dass ein fehlendes Ohr, welches fein säuberlich und rundum freipräpariert und kreisrund rausgeschnitten wurde sowie die sauberen Schnittwunden am Unterbauch, laut des veterinärmedizinischen Gutachtens Münster durch ein anderes Tier verursacht worden sein soll, wird diskutiert und angezweifelt. Besonders die Fotos die derzeit durchs Netz gehen, heizen die Gemüter auf. Hier glauben wenige an einen Tierriss.

Keine Tierquälerei – Verletzungen wurden postmortal zugefügt

Annette Achenbach vom Polizeipräsidium Recklinghausen bestätigt erneut auf Nachfrage heute, dass die Verletzungen postmortal, sprich nach dem Tod des Tieres entstanden seien. Dies sind die ersten
Untersuchungsergebnisse des zuständigen Veterinäruntersuchungsamtes Münster. Ein weiterer, endgültiger Abschlussbericht soll noch folgen.

Woran das Tier jedoch letztendlich verstorben sei, ist noch unklar. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es Vorerkrankungen gegeben habe, sagt Annette Achenbach. „Das Tier hatte ja schon sein Alter“.

Polizei ging zuerst von Tierquälerei aus

Anfänglich sei auch die Polizei davon ausgegangen, dass es sich hierbei um übelste Tierquälerei handelt. „Es ist schon sehr selten, dass ein Tier so aufgefunden wird. Deshalb haben wir auch diesen enorm großen Aufwand der Untersuchung angeordnet“, so Achenbach. Und das Ergebnis der Experten, die das Tier ausführlich untersucht haben, sei eindeutig: „Bei den Verletzungen handelt es sich um keine Schnittverletzungen, die von Menschen verursacht wurden. Wir sind natürlich auch beruhigt darüber, dass es nicht zu Tode gequält wurde, so wie anfänglich vermutet“, fügt die Polizeisprecherin Achenbach hinzu.

Allerdings seien die Untersuchungen nicht abgeschlossen, „aber es wird sich an dem Ergebnis, auch wenn weitere Untersuchungen noch durchgeführt werden, nichts ändern“, so Achenbach.

Vorheriger ArtikelSport-Aktionstag mit Spaß – Olympiade in der Gesamtschule
Nächster ArtikelNeue Corona-Einreise Verordnung ab 7. Oktober
celawie
Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Schermbeck-Online zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion. Petra Bosse

2 KOMMENTARE

  1. Für mich und viele andere ist das eindeutig Fremdverschulden und wir schützen unsere Tiere somit besser selbst! Das nennt man dann Notwehr.

    • Könnte es sein Melanie, dass eine Denkweise wie Ihre erst recht zum Tod von Tieren führt? Stichwort: Realitätsverweigerung. Ob die Wunden am lebenden oder toten Tier entstanden sind, lässt sich mit 100 %-iger Sicherheit nachweisen. Das nennt man dann Fakten, da ist Notwehr gegen eine nicht existente Bedrohung also nicht nötig. Außer, Sie geraten wegen des größten Mörders von allen in Aufruhr, den Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Bitte den vollständigen Vor- und Nachnamen eintragen