Mit einem Gottesdienst in der Dorfkirche begann Freitagmorgen das Kartoffelfest des Kindergartens am Gahlener Widemweg. Der von Pastor Christian Hilbricht geleitete Gottesdienst stand unter dem Motto „Ich, die Sonneblume“. Die Kinder Bienen-Gruppe sangen zu dem Lied. Das Symbolbeten übernahmen drei Kinder der Ameisen-Gruppe.

Die Kinder Katharina Heinzmann und Marlene Venenmann luden die Gottesdienstbesucher zum Fest am Nachmittag ein. Auf dieses Fest hatten sich die 20 „Bienen“ mit ihren Erzieherinnen Svenja Kelch, Manuela Kircher und Viktoria Schambach seit vielen Wochen ebenso vorbereitet wie die 26 „Ameisen“ mit ihren Erzieherinnen Irene Woeste und Annette Mariß. Die „Bienen“ befassten dabei unter anderem mit dem Bilderbuch „Maya`s kleiner Garten“ und lernten dabei kennen, welche Gemüsesorten es gibt, wie Feuerbohnen eingepflanzt werden, wie Kartoffelpüree und Brot zubereitet werden. Die „Ameisen“ stellten Marmeladen aus Kirschen, Holunder, Äpfeln und Pflaumen her. Brot und Kuchen wurden gebacken, die im Gruppenalltag verzehrt wurden. In der vergangenen Woche wurde das Märchen vom Kartoffelkönig erzählt und von den Kindern nachgespielt.

Das Erntefest am Nachmittag wurde mit einem Lied eingeleitet. Kaum hatte die fünfjährige Kartoffelkönigin Paula Stasch nach dem Vortrag des Gedichtes „In meinem kleinen Garten“ zur Ernte aufgefordert, stürmten die Kinder mit Schüppen und Eimern aufs Kartoffelfeld. Auch einige Eltern genossen es sichtlich, Kartoffeln auszubuddeln.

Im Rahmen des Kartoffelfestes ernteten die Kinder der beiden Gruppen „Ameisen“ und „Bienen“ im Garten des Gahlener Kindergartens jene Kartoffeln, die man im Frühjahr gemeinsam angepflanzt hatte. Foto: Scheffler
Im Rahmen des Kartoffelfestes ernteten die Kinder der beiden Gruppen „Ameisen“ und „Bienen“ im Garten des Gahlener Kindergartens jene Kartoffeln, die man im Frühjahr gemeinsam angepflanzt hatte. Foto: Scheffler

Nach dem Ausgraben wurden die Kartoffeln gewaschen und den unterschiedlichsten Verwendungen zugeführt. Kartoffeln wurden zu Waffeln, Brot, Reibekuchen, Auflauf oder Suppe verarbeitet und anschließend verspeist. Während die Eltern nach dem Essen in Kleingruppen beieinander standen oder gemütlich zusammensaßen, um einander besser kennen zu lernen, konnten die Kinder nach Herzenslust auf dem Gelände herumtoben, Burgen in der Sandkiste bauen, sich auf der Nesthockerschaukel hin- und herpendeln lassen oder im Sand auf die Suche nach den Schätzen begeben, die der Edelsteinzwerg dort verloren hatte. Es gab jede Menge Spaß.

„Für die Kinder gab es einen unendlichen Reichtum an Sinneserfahrungen mit der Natur“, fasst Leiterin Annette Mariß den tieferen Sinn der Gartenarbeit zusammen. Die Kinder lernten, wie man den Boden bearbeitet, halfen bei der Aussaat oder beim Pflanzen. Später legten sie Hand an, wenn die Nutzpflanzen von störenden Konkurrenzpflanzen befreit werden mussten. H.Sch.

[nggallery id=131]

Vorheriger Artikel51 neue Altenpfleger/innen beim Kreis Wesel
Nächster ArtikelBeratungstag der Fachstelle Frau und Beruf
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.