Irritationen beim Schermbecker Oktoberfest

Ja mei, ist so was denn erlaubt? Diese Frage beschäftigt heute Abend einen Großteil des Vorstands der Kiliangilde von 1602 e.V.  Was im Gründungsjahr der Gilde sicherlich mit einer Verbrennung auf dem Marktplatz geendet hätte, das sorgt heute Abend lediglich für leichte Irritationen im Festzelt der Kilianer auf dem Rathausplatz, wo mehr als 1000 Oktoberfest-Freunde einen vergnügten Abend verbringen.

Oktoberfest

Nachdem das Corpus delicti fotografisch sichergestellt worden war, ging das große Rätselraten los. Wie soll man vorgehen? Kilian-Präsident Rainer Gardemann (l.) war sich nicht sicher und rief deshalb den Ehrenpräsidenten Günther Beck (r.) zur Hilfe. Alt-Kaiser Ulli Halbsguth, Christopher Seibels Vorgänger, warf nur einen kurzen Blick aufs Foto und zog sich dann leicht verschämt zurück. „Ich möchte die Alt-Kaiserin nicht verärgern“, begründete er seine rücksichtsvolle Zurückhaltung. Während der Vorstand noch beriet, eilte Oberst Wolfgang Lensing – diesmal ohne Pferd – nach Hause, um die Satzung der Kilianer zu holen.

Ein paar Schützen gaben dem Oberst den Rat, sich nicht zu beeilen, denn solange die Satzung keinen Verbotstatbestand bezeugt, werden die roten Hotpants noch nicht aus dem Zelt verbannt. Na, denn Prost!

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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