Landtagsabgeordnete Charlotte Quik: „Initiative der regierungstragenden Fraktionen zum Hauptschulbildungsgang an Realschulen bietet Chance auf Schulvielfalt in Wesel“

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat in seiner Sitzung am Mittwoch dieser Woche den Antrag der regierungstragenden Fraktionen beschlossen, künftig einen Hauptschulbildungsgang an Realschulen ab der fünften Klasse zu ermöglichen. „Davon könnte Wesel mittelfristig profitieren“, erklärt Charlotte Quik.

Zeitschiene bis zum neuen Schuljahr

„Das wäre eine Option, die Schulvielfalt in Zukunft zu erhalten.“ Die Landtagsabgeordnete weist darauf hin, dass vom Landtagsbeschluss bis zur Änderung des Schulgesetztes und der anschließenden Umsetzung vor Ort in den Schulen die Zeitschiene bis zum neuen Schuljahr wahrscheinlich zu kurz sein wird, damit die Weseler Schülerinnen und Schüler aktuell davon profitieren können. „Den Schülerinnen und Schülern, die jetzt durch den Beschluss des Linksbündnisses an die Realschule müssen, wird das somit wohl leider nicht weiterhelfen“, so Quik, die deshalb darauf hofft, dass die Bezirksregierung den Beschluss des Linksbündnisses noch überprüft, aber nicht mehr mit einer Ablehnung rechnet.

„Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Entscheidung falsch ist, die Schülerinnen und Schüler zur jetzigen Zeit zur Realschule zu schicken. Dass nun ausgerechnet das rot-grün geleitete Linksbündnis in Wesel den Beschluss des Landtags als Rechtfertigung für die eigene Politik in Anspruch nimmt, beweist nicht nur, den Sinn des Antrags offenbar missverstanden zu haben, sondern unterstreicht wieder einmal, dass die ideologiegeprägte rot-grüne Schulpolitik für die Schulprobleme in Wesel und in ganz Nordrhein-Westfalen verantwortlich und auch dafür bei der letzten Landtagswahl abgewählt worden ist.“

Durch den Antrag der CDU und FDP im Landtag wird künftig eine weitere Option geschaffen, die Schulvielfalt in Nordrhein-Westfalen und auch in Wesel zu erhalten. „Eine zweite Gesamtschule, die den Erhalt der Realschule und eines Gymnasiums gefährden könnte, ist kein Muss“, so Quik. „Es gibt Alternativen. Eine ist gerade im Landtag beschlossen worden.“

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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