In der Gemeinde Schermbeck gibt es seit dem Jahr 2010 einen Seniorenbeirat. Dieser wird nach jeder Kommunalwahl neu gebildet. Hierfür ist die Sitzung des Rates der Gemeinde Schermbeck am 30. Juni 2021 geplant.

Schermbeck (pd). Eine Informationsveranstaltung für alle Bürger/innen der Gemeinde Schermbeck kann aufgrund der derzeitigen Infektionslage nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden und wird durch die nachfolgende schriftliche Darstellung ersetzt.

Der Seniorenbeirat ist die Interessenvertretung der älteren Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde und berät den Rat und die Verwaltung der Gemeinde Schermbeck sowie andere Einrichtungen und Institutionen in Fragen der Seniorenarbeit. Er entsendet Vertreter in den Kultur-, Schul-, Sport- und Sozialausschuss; Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss und in den Bau-, Liegenschafts-, Wirtschaftsförderungs- und Tourismusförderungsausschuss.

Die Gründungsmannschaft am 24. Juni 2010. Foto: Helmut Scheffler

Der Seniorenbeirat macht die verantwortlichen Stellen auf spezifische Probleme der Seniorinnen und Senioren aufmerksam, erarbeitet Empfehlungen zur Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen und wirkt unter anderem mit bei der Planung und Verwirklichung von Angeboten und Hilfen für Menschen dieser Altersgruppe. Der Seniorenbeirat arbeitet überparteilich, unabhängig und überkonfessionell.

Er setzt sich wie folgt zusammen:

17 Mitglieder
11 stimmberechtigte Mitglieder 6 beratende Mitglieder
11 stimmberechtigte Mitglieder
8 Vertreter aus der Bürgerschaft, 1 Vertreter der Katholischen Kirche,
1 Vertreter der Evangelischen Kirche,
1 Vertreter eines Wohlfahrtsverbandes

Die acht Vertreter aus der Bürgerschaft sollen möglichst aus den einzelnen Ortsteilen der Gemeinde Schermbeck kommen. Damit soll gewährleistet werden, dass die Belange der Senioren möglichst flächendeckend in die Arbeit des Seniorenbeirates einfließen. Die Meldung für die Mitarbeit im Seniorenbeirat erfolgt freiwillig. Die Mitgliedschaft im Seniorenbeirat ist ehrenamtlich.

Sechs beratende Mitglieder

Als beratende Mitglieder entsenden die im Rat der Gemeinde Schermbeck vertretenen Fraktionen jeweils einen Vertreter. Auch der Bürgermeister ist berechtigt, mit beratender Stimme an den Sitzungen teilzunehmen.

Vertretung der Seniorenbeiratsmitglieder

Für jedes Mitglied im Seniorenbeirat ist ein namentlicher Vertreter zu bestellen, so dass insgesamt nochmals 17 Stellvertreter benötigt werden.

Persönliche Voraussetzungen der stimmberechtigten Mitglieder im Seniorenbeirat

Die stimmberechtigten Mitglieder Seniorenbeirates dürfen weder Mitglied des Rates der Gemeinde Schermbeck noch sachkundige/r Bürger/in eines Ausschusses der Gemeinde Schermbeck sein.

Als Kandidat /in für den Seniorenbeirat ist benennbar, wer am 1. des Monats, der benennenden Ratssitzung (hier 30.06.2021),

  • Deutsche/r im Sinne von Art. 116 Abs. 1 des Grundgesetzes ist oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Gemeinschaft besitzt,
  • das 55. Lebensjahr vollendet hat,
  • mindestens seit drei Monaten in Schermbeck ihren/seinen Hauptwohnsitz hat und
  • nicht nach § 8 Kommunalwahlgesetz vom Wahlrecht ausgeschlossen ist.

Arbeit des Seniorenbeirates

In der Vergangenheit wurden verschiedenste Themen aufgegriffen. So wurde – gemeinsam mit der Nachbarschaftsberatung – ein Senioren Wegweiser mit wichtigen Informationen erstellt. Angeboten wurden Vorträge zu altersspezifischen Themen. Die Notfallkarte und die Aktion „Nette Toilette“ sind vom Seniorenbeirat der Gemeinde Schermbeck initiiert worden.

Von April bis Oktober baut der Seniorenbeirat regelmäßig seinen Informationsstand in der Mittelstraße auf, um sich zu präsentieren und älteren Mitbürgern vor Ort die Gelegenheit zu geben. Diese können sich direkt mit ihren Anregungen und Wünschen an den Seniorenbeirat wenden.

Im Jahr 2019 ist die „Taschengeldbörse“ auf den Weg gebracht worden. Diese soll ermöglichenl, Hilfen durch Schüler für leichte Tätigkeiten in Haus, Wohnung oder Garten zu erhalten.

Am Rathaus und in Gahlen sind „Mitfahrerbänke“ aufgestellt worden, um Bürgern die teils schlechte Nahverkehrsanbindungen durch Mitfahrgelegenheiten zu erleichtern.

Einmal im Monat findet ein Stammtisch statt, zu dem alle interessierten Bürger eingeladen sind. Bereits im Jahr 2019 wurde erfolgreich und mit hohem Zuspruch eine Seniorenmesse veranstaltet. Durch Entsendung von Vertretern des Seniorenbeirates in die Ausschüsse wird eine direkte Mitgestaltung in politischen Gremien ermöglicht.

Auch in Schermbeck werden die Menschen immer älter und die Anzahl älterer Menschen nimmt immer mehr zu. Umso wichtiger ist es, sich um ihre Anliegen, Sorgen und Probleme zu kümmern, aber auch ihre vielfältigen Erfahrungen zu nutzen. Das ist Sinn und Zweck des Seniorenbeirats. Dazu braucht er Damen und Herren, die sich ehrenamtlich für diese Menschen engagieren und ihre Interessen gegenüber dem Rat und der Verwaltung der Gemeinde vertreten.

Für alle an der Mitarbeit im Seniorenbeirat Interessierten stellt die Gemeinde Schermbeck ein Meldevordruck zur Verfügung, der ausgefüllt und bis spätestens zum 09.06.2021bei der Verwaltung eingereicht werden muss.

Die Meldevordrucke liegen im Eingangsbereich des Rathauses der Gemeinde Schermbeck aus und sind ebenfalls zum Ausdrucken auf der Internetseite der Gemeinde Schermbeck verfügbar.

Weitere Auskünfte erhalten Sie von der Mitarbeiterin der Gemeinde Schermbeck, Frau Palik, unter der Tel.-Nr. 02853/910-140 oder per E-Mail unter [email protected]

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.