Schüppenkompanie der Schermbecker Kilianer tagte bei Overkämping

Schermbeck. 40 Mitglieder der Schüppenkompanie der Kiliangilde Schermbeck von 1602 e.V. beteiligten sich an der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Overkämping.

Zu ihnen gehörte auch der amtierende König Peter Francesconi. Über WhatsApp nahm die Versammlung Kontakt mit dem Amerikaner Scotty auf, der regelmäßig am Schermbecker Schüppenwerfen teilnimmt. Für seine „greetings to my brothers“ bedankten sich die Schützen mit einem lautstarken „Schipp-Schipp-hurra!“.

Timo Strenger, Marius Reitbauer, Philipp Nuyken-Wimmer und Tim Dunzel (v.l.) wurden als neue Mitglieder in die Schüppenkompanie aufgenommen. Foto: Helmut Scheffler

Humorvoller Rückblick

Während der vom Präsidenten Jens Hindricksen geleiteten Jahreshauptversammlung ließ Kevin Hörning die Highlights des vergangenen Jahres in einer langen und sehr humorvoll gestalteten und erheiternden Niederschrift Revue passieren.

Im Mittelpunkt stand das Schüppenwerfen in Horstkamps Garten, wo Peter Francesconi mit insgesamt 42,50 Meter den geschicktesten und zugleich kraftvollsten Umgang mit der Schüppe bewies. Viel Spaß gab es bei der Schüppentour nach Essen, wo auf dem Bahnhof ein Schüppenschütze verloren ging.

Neuaufnahmen mit Teufelsgemisch

Einstimmig wurden vier neue Mitglieder in den Verein aufgenommen. Das war kein formloser Akt. Vor der Wahl mussten die Neulinge Philipp Nuyken-Wimmer, Timo Strenger, Tim Dunzel und Marius Reitbauer den Raum verlassen. Erst als man sich einig war, die Neulinge aufzunehmen, durften sie an den Tisch zurückkehren, mussten aber vor dem Hinsetzen erst ein großes Glas mit einem Teufelsgemisch aus Bier, Korn und Wacholder vertilgen.

Tim Ruloff, Timo Strenger und Gerrit Kempken wurden zu Fahnenoffizieren gewählt. Marius Reitbauer ist Ersatzmann der Fahnenoffiziere. Jürgen Hörning dankte Timo Strenger für seine Bereitschaft, als Neuling gleich ein Amt zu übernehmen. Timo Strenger ist nach Kevin Hörning und Niko Stiebels der dritte Schüppenschütze, dessen Vater bereits Schüppenschütze war.

25 Jahre Schüppenschützen

In diesem Jahr feiern die 79 Schüppenschützen das 25-jährige Bestehen ihrer Kompanie. Das Jubiläum wird bei Triptrap in Uefte gefeiert. Im Verlauf des Festes, an dem auch die Frauen teilnehmen können, wird ein Kaiserwerfen veranstaltet. Dabei soll ein Nachfolger der bisherigen Kaiser Harry Daunheimer (2004), Peter Francesconi (2009) und Günther Beck (2014) ermittelt werden. Am Abend sorgt ein DJ für die musikalische Unterhaltung der Gäste.

„Ich bin stolz euer Zugführer zu sein“, dankte Christian Hötting den Schüppenschützen für die tolle Unterstützung am Thronabend; Hötting ist amtierender König der Kiliangilde Schermbeck von 1602 e.V.

Diskussion über Bataillonsnachmittag

Im Rahmen der Diskussion über das vergangene Schützenfest wurde die geringe Beteiligung der Schüppenschützen am Bataillonsnachmittag bedauert. Dabei wurde über die Sinnhaftigkeit des Bataillonsnachmittages diskutiert.

Bemängelt wurde, dass das Zelt schon vor Beginn der Bestrafung weitgehend ausgeräumt war. Von einigen Schüppenschützen kam der Vorschlag, auf die Bestrafung ganz zu verzichten und stattdessen etwas Neues anzubieten. Den Kritikern standen auch Befürworter gegenüber. So animierte Bodo Horstkamp die Schüppenschützen, für den Montag einen Urlaubstag zu nehmen. Philipp Nuyken-Wimmer warnte vor dem Auflösen der Traditionsveranstaltung.

Bernd Kappe lud die Schüppenschützen ein, in der Zeit vom 10. bis 12. Mai ihn und sein Frau zu besuchen, die jetzt auch einem Bauernhof im Münsterland wohnen und im Mai die Einweihung feiern.

Um eine bessere Außendarstellung zu erreichen, wurden die Schüppenschützen gebeten, in langer schwarzer Hose und weißem Hemd anzutreten.

Weil zum Schüppenwerfen immer mehr Nicht-Mitglieder kamen, soll künftig das Werfen wieder zu einer internen Veranstaltung der Schüppenschützen werden. H.Scheffler


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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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