Reinhold und Monika Hülsmann sind seit 50 Jahren verheiratet. Gefunkt zwischen den Beiden hat es in einem Autoscooter der Kilianer

Schermbeck. Mit den Nachbarn und Bekannten begannen Monika und Reinhold Hülsmann gestern die Feier ihrer goldenen Hochzeit, die am Wochenende im Kreise der Familie fortgesetzt wird.

Die Jubilare wuchsen in ihrer Kindheit in zwei selbstständigen Gemeinden auf, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck vereinigt wurden.

Fünf Geschwister

Reinhold Hülsmann verbrachte seiner Kindheit und Jugendzeit im Kreise von fünf Geschwistern in Bricht, besuchte die Evangelische Volksschule an der Weseler Straße und begann nach der Entlassung aus der Schule im Betrieb von Willy Beck eine Lehre als Gas- und Wasserinstallateur.

Im Autoscooter der Kilianer
Reinhold und Monika Hülsmann sind seit 50 Jahren verheiratet. Foto: Helmut Scheffler

Monika Hansen wuchs mit ihren fünf Geschwistern im Schermbecker Lichtenhagen auf, war Schülerin der heutigen Maximilian-Kolbe-Schule und begann nach den erfolgreichen Abschluss der Haushaltsschule in Wesel bei der Firma Beck eine Lehre als Einzelhandelskaufmann (!).

Beide arbeiteten nun im selben Betrieb, sahen sich aber nur ab und zu, wenn Reinhold Hülsmann als Grenadier von Bremen aus die Heimat besuchte.

Fahrt mit dem Autoscooter

Eine gemeinsame beim Kiliansfest des Jahres 1966 war der Moment, in dem aus den Arbeitskollegen ein Liebespaar wurde, das zwei Jahre später, am 3. Mai 1968, von Emil Hülsmann, einem Onkel des Bräutigams, standesamtlich im alten Schermbecker Rathaus getraut wurde. Am nächsten Tag segnete Pfarrer Heinrich Paschen in der Georgskirche das Brautpaar.

Imbissstube Flammer

Im ersten Jahr lebten die Jubilare noch in ihren Elternhäusern. Erst als Reinhold Hülsmann 1969 seine erste Meisterprüfung als Gas- und Wasserinstallateur bestanden hatte, zog das Paar ins heutige Heimatmuseum in der Steintorstraße. Während die Jubilarin später zunächst in der Imbissstube Flammer und danach im Marienheim arbeitete, blieb ihr Mann, der 1980 seine Prüfung als Heizungsmeister bestand, bis zum Eintritt in den Ruhestand bei der Firma Beck.

Tambourkorps Bricht

Vier Jahre nach der Hochzeit regierte Monika Hülsmann an der Seite von Heinz-Jürgen Anschütz die Brichter Schützen. Für die Mitbesetzung eines Schützenthrones blieb ihrem Mann keine Zeit, weil er als Mitglied und späterer Bataillöner des Tambourkorps Bricht bei den Schützenfesten für Marschmusik sorgen musste.

Seine zackigen Paradeschritte haben ihn in der Erinnerung der Zuschauer zum „fliegenden Bataillöner“ werden lassen. Umso trauriger war Reinhold Hülsmann, als sich sein geliebtes Tambourkorps vor wenigen Jahren auflöste.

Kegelclub bei Mölder

Mit dem Kauf eines Wohnmobils im Jahre 2001 begannen Monika und Reinhold Hülsmann ihre vielen Fahrten durch Norddeutschland. Zur gemeinsamen Freizeitgestaltung gehörte auch die Jagd auf alle Neune in einem Kegelclub bei Mölder in Gahlen.

Einen Teil der Freizeit hat das Jubelpaar gerne in die Betreuung der beiden Enkelinnen Lenja und Sophie investiert. Daneben blieb und bleibt noch immer Zeit für persönliche Hobbys. Reinhold Hülsmann ist ein leidenschaftlicher Handwerker und Blumenfreund, während seine Frau das Handarbeiten bevorzugt.

Den Glückwünschen des Sohnes Friedhelm und der beiden Enkelkinder schließt sich die Dorstener Zeitung gerne an mit den besten Wünschen für den nun beginnenden gemeinsamen Weg zur diamantenen Hochzeit. H.Scheffler

 

 

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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