Mit einem Geburtstagsgeschenk fing es an

Schermbeck. Vor eineinhalb Jahren machte Sandra Hartmann ihrer Tochter Greta ein ganz besonderes Geschenk: Vier Rassehühner, die sich im Garten der Familie sofort pudelwohl fühlten. Mittlerweile haben die Hennen Zuwachs bekommen, denn die Hartmanns wurden auf die Hühnerrettung NRW e.V. aufmerksam.

  • Eigene Hühner liegen voll im Trend
  • Corona hat Boom verstärkt
  • Hühnerrettung NRW e.V. bewahrt ausgestallte Hennen vor der Schlachtung
  • Ausstallung erfolgt nach 12-18 Monaten
  • Nächste Ausstallung am 17. Juli

Immer mehr Hühner in privater Hand

Hühner im eigenen Garten liegen voll im Trend. Der Corona-Lockdown hat das Interesse weiter verstärkt. Auch die Züchter haben das erkannt und die Produktion entsprechend ausgerichtet. Doch Sandra Hartmann geht einen anderen Weg. Durch die Hühnerrettung NRW e.V. wurde sie auf das Schicksal von Hennen in der Intensivtierhaltung aufmerksam. Hennen, die darauf gezüchtet sind, möglichst viele Eier zu legen. Diese Fähigkeit ist allerdings nach etwa 12-18 Monaten ausgereizt. Die Produktionsleistung lässt deutlich nach und die Hühner werden ausgestallt und geschlachtet, obwohl sie je nach Rasse 7-9 Jahre alt werden könnten.

An dem Punkt kommt die Hühnerrettung NRW e.V. ins Spiel. Sie übernimmt einen Teil oder alle ausgestallten Hühner von kooperierenden Geflügellandwirten und gibt die Tiere in die liebevollen Hände von Privatpersonen. Ob diese die Vermittlungsvoraussetzungen erfüllen, wird geprüft, bevor ein Vertrag geschlossen wird.

Einsatz für die Hühnerrettung NRW e.V.

Sandra Hartmann war von dem Konzept sofort überzeugt und engagiert sich für die Hühnerrettung NRW e.V. Bei der Übergabe machen die Hühner oft einen bemitleidenswerten Eindruck. Sie haben häufig eine wunde Haut und die Federn sind verdreckt oder deformiert. Die Monate in der Intensivtierhaltung hinterlassen ihre Spuren.

Doch schon nach kurzer Zeit blühen die Hennen in ihrem neuen Zuhause auf. Die nächste Ausstallung steht übrigens am 17. Juli an. Wer Interesse hat, Hühner zu adoptieren, sollte sich rechtzeitig mit der Hühnerrettung in Verbindung setzen. Hier findet man auch immer ein offenes Ohr, wenn es nach der Adoption mal Probleme mit den Hennen geben sollte.

Greta Hartmann präsentiert die frischen Eier
Foto: Ralf Meier

Sandra Hartmann hat die eigene Hühnerhaltung nie bereut, obwohl auch die mit einigem Aufwand verbunden ist. Außer der regelmäßigen Fütterung müssen die Hennen auch sauber gehalten werden. Aber der Einsatz lohnt sich. Sandra Hartmanns Fazit: „Hühner machen wirklich Spaß, und die Qualität der Eier ist nicht zu schlagen.“

Der direkte Kontakt zur Hühnerrettung NRW e.V.: https://huehnerrettung.de/