Studierende der Hochschule Niederrhein waren Anfang Mai erneut auf dem Hof Lühlerheide im Weselerwald zu Gast. Im Mittelpunkt stand eine Praxiswoche zur tiergestützten Therapie und Pädagogik. Dabei verbanden die Teilnehmenden wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen auf dem Archehof.
Vom 6. bis 10. Mai nahmen Studierende der Hochschule Niederrhein an einer Praxiswoche auf dem Hof Lühlerheide teil. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Hochschulzertifikatskurses „Fachkraft für Tiergestützte Therapie und Pädagogik“ statt.
Ziel der Praxiswoche war es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Erfahrungen aus der tiergestützten Arbeit zu verbinden. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in therapeutische und pädagogische Arbeitsprozesse und entwickelten ein vertieftes Verständnis für spätere tiergestützte Interventionen.

Praxiswoche auf dem Archehof Lühlerheide
Der Hof Lühlerheide bietet mit seinem weitläufigen Gelände besondere Voraussetzungen für die Arbeit mit Mensch und Tier. Dazu gehören unter anderem Wohnheime für wohnungslose und suchtkranke Menschen sowie ein Altenheim.
„Auf dem weitläufigen Hofgelände mit seinen Einrichtungen wie Wohnheimen für wohnungslose und suchtkranke Menschen sowie einem Altenheim bieten sich alle Möglichkeiten, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden, so kommt es zu intensiven Begegnungen zwischen unterschiedlichen Menschen und sanften Poitou Eseln, neugierigen Thüringer Waldziegen und gackernden Hühnern“, erklärt Antje Kulms, zertifizierte Fachkraft für tiergestützte Intervention und Pädagogik an der Hochschule Niederrhein.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Leonina Kaestele und Elke Willems gestaltete sie ein vielseitiges Programm. In praktischen Übungen erlebten die Studierenden unmittelbar, wie unterstützend der Kontakt zu Tieren für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen sein kann.

Perspektivwechsel stärkt Verständnis
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Perspektivwechsel. Durch eigene Erfahrungen mit Rollstuhl und Rollator sollten Empathie und das Verständnis für die Bedürfnisse von Klientinnen und Klienten gestärkt werden.
Die Praxiswoche zeigte den Teilnehmenden, wie wichtig Vertrauen, Nähe und eine sensible Begleitung in der tiergestützten Arbeit sind.
Tiergestützte Therapie stärkt Wohlbefinden
Wissenschaftliche Studien belegen die positiven Auswirkungen von Tierkontakt auf die Gesundheit. Tiere können Stress reduzieren, das emotionale Wohlbefinden stärken sowie soziale Kompetenzen und emotionale Stabilität fördern.
Gerade in belastenden Lebenssituationen könne der Kontakt zu Tieren Vertrauen schaffen und Menschen emotional unterstützen.
„Die Verknüpfung des wirtschaftlich geführten Archehofs mit der tiergestützten Intervention macht Lühlerheide zu einem ganz besonderen Ort der Begegnung, Bildung und Teilhabe. Wir freuen uns auf weitere Kooperationen mit der Hochschule Niederrhein und demnächst vor Ort Angebote der tiergestützten Intervention“, betont Theo Lemken, Vorstand der Evangelischen Stiftung Niederrhein.























