Schwarz-Rot gibt Wolf zum Abschuss frei – so lässt sich die Linie der aktuellen Koalition beim Thema Herdenschutz zusammenfassen. Union und SPD wollen den Schutzstatus des Wolfes absenken, rechtssichere Abschüsse ermöglichen und den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen. Gleichzeitig sollen Waldbesitzer stärker unterstützt werden – etwa beim Aufbau klimaresilienter Mischwälder.
Herdenschutz und Wald: Was die Koalition plant
Im Koalitionsvertrag von Union und SPD finden sich konkrete Pläne zum besseren Schutz von Weidetieren – und zum Umgang mit dem Wolf. So wolle die schwarz-rote Regierung den Herdenschutz gezielt stärken. Zugleich solle der Vorschlag der EU-Kommission, den Schutzstatus des Wolfes in der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie herabzusetzen, „unverzüglich“ in nationales Recht überführt werden.
Damit verbunden seien Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz geplant, um rechtssichere Abschüsse von Wölfen zu ermöglichen. Auch das Bundesjagdgesetz solle in Teilen angepasst werden, um den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen.
Unterstützung für Waldbesitzer
Ein weiteres Thema im Koalitionsvertrag ist die Zukunft des Waldes. Union und SPD bekennen sich zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft und zur sogenannten Multifunktionalität des Waldes – also zur gleichzeitigen Nutzung für Naturschutz, Holzwirtschaft und Erholung.
Geplant sei unter anderem, die Bedingungen für den Aufbau klimaresilienter und artenreicher Mischwälder zu verbessern – mit Baumarten, die zum jeweiligen Standort passen. Waldbesitzer sollen dabei stärker unterstützt werden, etwa wenn sie Leistungen für das Ökosystem erbringen. Bestehende Förderprogramme, wie die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) sowie der Aktionsplan Natürlicher Klimaschutz (ANK), sollen fortgeführt werden.























