Corona – Streßsituation auch für die Natur / Brut- und Setzzeit

Der Hegering Schermbeck appeliert an alle Waldbesucher: Naturbesuch mit Rücksicht auf wilde Kinderstube

12.04.2021. Schermbeck (pd). Aktivitätseinschränkungen auf Grund der Pandemie, frische Luft und der beginnende Frühling sind Grund genug, die Zeit im Wald und in der Flur zu genießen. Doch gerade jetzt ist die Natur besonders sensibel. Viele heimische Wildtiere bringen im Frühjahr ihren Nachwuchs zur Welt.

Hegering Schermbeck Natur

„Wir verstehen nur zu gut, dass viele ihre Zeit in der Natur verbringen“, erklärt Kay Schmeing, Vorsitzender des Hegerings Schermbeck, „Dabei sollte sich aber jeder bewusst sein, dass wir Rücksicht nehmen müssen. Die Brut- und Setzzeit ist in vollem Gange.“ Junge Feldhasen, Frischlinge, Bodenbrüter und Co. brauchen aktuell viel Ruhe. Die Elterntiere können wegen Stress und Störungen sogar ihren Nachwuchs verlassen oder das Füttern einstellen. “Deswegen appellieren wir an alle Naturbesucher: Verhalten Sie sich bitte achtsam!“, so Schmeing weiter.

Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit

Jederzeit, insbesondere aber während der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit ist es besonders wichtig, dass Vierbeiner beim Sparziergang im Einflussbereich bleiben, oder besser noch an der Leine geführt werden. „Besonders freilaufende Hunde stressen die Wildtiere und können dem Nachwuchs schaden“ betont Schmeing.

Das Jungwild ist optimal an seine Umgebung angepasst und durch seine gute Tarnung von Fressfeinden geschützt. Einen Großteil des Tages verbringt der Nachwuchs natürlicherweise allein. Scheinbar verwaiste Jungtiere sollen unter keinen Umständen angefasst werden, die sie dann den Geruch des Menschen annehmen und von den Elterntieren verstoßen werden.

„Mit Bedacht in der Natur aufhalten ist gar nicht schwierig. Wenn alle Besucher (Spaziergänger, Fahrradfahrer und Hundehalter) auf den Wegen bleiben, fühlen sich die Wildtiere nicht gestört. Die Menschen können aber die Natur genießen und in diesen besonderen Zeiten, Ihren Akku auftanken.“, empfiehlt Benedikt Triptrap, Schriftführer Hegering. „Wenn wir uns alle an diese Verhaltensregeln halten, stören wir die Lebensräume der freilebenden Tiere nicht und können viel Tierleid vermeiden!“.

Mehr Informationen sind im Flyer des LJV NRW Mit dem Hund durch die Natur zu finden. Der Flyer kann hier heruntergeladen werden: https://bit.ly/340EGRF

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