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Gute Zeiten, schlechte Zeiten? Volksbank Schermbeck zieht Fazit

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Positiv gestimmt, was die Anlagen und das Gesamtvolumen 2022 der Volksbank Schermbeck anbelangt sind die Vorstände v.l.: Stefan Korte, Rainer Schwarz und Norbert Scholtholt. Foto: Petra Bosse

Trotz der Pandemie und des Ukraine-Krieges kann die Volksbank Schermbeck, was die Bilanzsumme für 2022 anbelangt, auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Vorgestellt haben die aktuellen Zahlen die Vorstände Rainer Schwarz, Norbert Scholtholt und Stefan Korte.

Das betreute Kundenvolumen weist ein Plus von 4,1 Prozent, oder in Summe – 1,4 Milliarden Euro – an Kundenkrediten und angelegten Kundengeldern in der Volksbank Schermbeck auf.

Der Euro rollt – Höchste Wachstumsrate

Insgesamt kann die Schermbecker Volksbank auf die höchste Wachstumsrate mit einem Plus von 7,3 Prozent auf das Jahr 2022 zurückschauen. Dahinter stecken 104,6 Mio. Euro neuer Kredite, mit denen die Volksbank ihre 267 Mitglieder und Kunden versorgt hat.

Die guten Zahlen betreffen das erste Halbjahr 2022. Geht es nun für den Zinsanstieg bergab, oder bergauf? Norbert Scholtholt rechnete damit, dass in der zweiten Jahreshälfte durch den Zinsanstieg und der hohen Inflation, die Zurückhaltung bei den Anlegern überwog. „So rechnen wir auch 2023 mit einen deutlich verhaltenem Kreditwachstum“, betont Scholtholt.

Der Zins ist zurück

Nach der Zinserhöhung der EZB kann Scholtholt sagen: „Der Zins ist zurück“. Kündigungsgelder, Sparbriefe und auch Kombinationen von Investmentanlagen und Sparbriefe, bis zu 3 Prozent, boomen und sorgten für ein solides Wachstum.

DAX, Fonds oder ETF-Fonds?

Insgesamt 370 neu Depotkonten sind im letzten Geschäftsjahr eröffnet worden. Für das Wertpapierjahr sei es, so Scholtholt, ein sehr intensives Jahr gewesen. Nur, worauf setzten die Anleger? Sparbuch, DAX, Fonds oder ETF-Fonds? „Ein bunter Mix an allem, was unsere Berater vor Ort individuell für jeden Anleger zusammenstellen“, so Rainer Schwarz. Je nach Risikobereitschaft investiere man schon mal in Aktien, aber gerne auch in Investmentfonds oder ETFs der Volksbank Schermbeck. Und selbst das Sparbuch sei wieder attraktiver geworden, so Scholtholt.

Rekordsumme für die Volksbank Schermbeck

Eine Rekordsumme fuhr die Volksbank Schermbeck im Bausparneugeschäft von insgesamt 21 MIO. Euro ein. Unterm Strich bedeutet das für 2022, dass die Immobilienabteilung 23 Familien in neue Eigenheime gebracht hat.

Wie eingangs betont: Gute Zeiten, schlechten Zeiten?

Nun, Rainer Schwarz berichtet über den massiven Zinsanstieg der letzten Monate. Dieser Anstieg von 3 Prozent – also 300 – Basispunkten – hat natürlich auch direkte Auswirkungen auf die Zinsergebnisse und den Kurs der Wertpapiere der Volksbank Schermbeck. Dies bedeutet: Durch den Zinsanstieg sind auch die Kurse der Anleihen, welche die Volksbank Schermbeck hat, stark gefallen. Kurz gesagt: Die geplanten Gewinne des Jahresergebnisses seien, durch den Zinsanstieg, größtenteils futsch, oder besser gesagt, verplant. Die negativen Beiträge mindern das Betriebsergebnis, so Scholtholt.

3 bis 4 Prozent auf Anteile der Volksbank Schermbeck

Für alle, die Anteile der Volksbank Schermbeck haben, gibt es noch eine positive Nachricht: Geplant sei laut Norbert Scholtholt, dass auch 2023 wieder eine Dividende von rund 3 bis 4 Prozent, je nach Marktlage, ausgezahlt werden soll.

Die Grenze für den Ankauf der Anteile der Volksbank Schermbeck beläuft sich derzeit auf 6.000 Euro (kurz bilanziert: 4 Prozent bei 6.000 Euro = 240 Euro im Jahr Gewinn).

Fazit für das Geschäftsjahr 2022

  • Das starke Wachstum der letzten Jahre und der Anstieg der Zinsen hat das Zinsergebnis im Kundengeschäft stabilisiert
  • Das Provisionsergebnis ist stabil
  • Die Kosten haben die Banker im Griff
  • Das Betriebsergebnis – also die Vertriebsleistung der Volksbank Schermbeck – war sehr gut
  • Aber nach Abzug des Bewertungsergebnisses für die eigenen Wertpapiere sowie der Zahlung der Steuer verbleibt dann deutlich weniger.
  • Damit ist die gesetzlich geforderte Eigenkapitalbildung schwierig.

„Dennoch werden wir unseren Mitgliedern auch in diesem besonderen Geschäftsjahr eine attraktive Dividende zahlen können“, so Scholtholt.

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