Gesamtschüler zeigen starkes Interesse an politischer Verantwortung

Die Politikklassen des 9. Jahrgangs und die Zusatzkurse Sozialwissenschaften der Q2 der Gesamtschule Schermbeck nehmen an der Juniorwahl zur Wahl des Ruhrparlaments teil.

Schermbeck (pd). Mit drei Politikklassen des 9. Jahrgangs und vier Zusatzkursen Sozialwissenschaften nimmt die Gesamtschule Schermbeck als eine von 52 Schulen an dem schulübergreifenden Projekt des überparteilichen Gemeinnützigen Kumulus e.V. Berlin teil.

Die Wahlsimulation an Schulen der Ruhrmetropole zur ersten Direktwahl des Ruhrparlaments 2020 wird ermöglicht durch Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbands Ruhr und Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung.

Gesamtschule-Schermbeck--Juniorwahl-2020
Mitglieder der Wahlkommission:v.l.n.r.: Juness Sawab (Q2), Paula Lensing (Q2), Jannes Hülsmann-Rottmann (9d), Kevin Klaus (9d) Foto: Gesamtschule

Am Wahlsimulationauf die Wahl vorbereitet

Seit dem Schulbeginn nach den Sommerferien bereiten sich die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung ihrer Fachlehrerinnen und Fachlehrer für die Fächer Politik und Sozialwissenschaften (Anna Berg, Dennis Bulinski, Julius Göttsching, Christina Kloth, Maria Rüdiger, Sabina Wichmann-Lange) auf die Teilnahme an der Wahlsimulation vor. Weil die Kommunalwahlen zeitgleich stattfinden, ist die unterrichtliche Vorbereitung bewusst breit auf ein generelles Verständnis unseres politischen Systems angelegt.

So wird zunächst die Bedeutung und Funktion von Wahlen in der Demokratie auf den verschiedenen Ebenen erörtert. Die Schüler machen sich mit dem Wahlsystem und dem Wahlvorgang vertraut, setzen sich mit kommunalpolitischen Themen ihrer Gemeinde auseinander und lernen, als Voraussetzung für den Wahlakt, die Funktion und Arbeitsweise des Ruhrparlaments kennen.

Wahl-Kompass Ruhr 2020

Ein besonders starkes Interesse zeichnet sich bei der Durchführung der Internetbefragung des „Wahl-Kompass Ruhr 2020“ im Unterricht ab, bei der die Schülerinnen und Schüler anhand ihrer Antworten die Übereinstimmung mit den Zielen der antretenden Parteien überprüfen können. Dies führt nicht nur zu regen Diskussionen, sondern stärkt sichtbar das Interesse der Schülerinnen und Schüler, sich intensiver mit den Zielen der jeweiligen Parteien auseinanderzusetzen.

Ursprünglich war eine wirklichkeitsgetreue Durchführung der Wahl geplant, mit der üblichen Ausstattung des „Wahllokals“ mit Wahlurne und Wahlkabinen, die von den Organisatoren zur Verfügung gestellt wurde.

Briefwahl wegen Covid-19

Dazu sollten die Schülerinnen und Schüler einen Wahlvorstand bilden und mit ernannten Wahlhelfern die Wahl vorbereiten, begleiten und überwachen. Wegen COVID-19 wird die Wahlsimulation an der Schule sicherheitshalber als Briefwahl durchgeführt. Ein Wahlausschuss, der aus Schülern besteht, sammelt die Wahlergebnisse ein, wertet sie aus und leitet das Ergebnis am Freitag, den 11.09.2020, an den Veranstalter weiter.

Trotz dieser Einschränkung findet das Projekt insgesamt großen Anklang bei allen Beteiligten. Die Begeisterung für politische Teilhabe und das Verständnis für die Notwendigkeit, sich von Jugend an politisch einzubringen, hat die Teilnahme an der Wahlsimulation nach Aussage der Lehrkräfte in jedem Fall gefördert.

Mit großer Spannung werden alle beteiligten Schülerinnen und Schüler den „echten“ Wahlausgang am kommenden Sonntag verfolgen, denn sie wollen sehen, in welchem Verhältnis ihre eigene Stimmabgabe zum Wahlergebnis stehen wird – aber auch, wie sie sich im Verhältnis zu den Schülerinnen und Schülern der anderen beteiligten Schulen entschieden haben.

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