Geologische Erkundungsbohrung in Schermbeck

100 Meter Tiefe Bohrung

Schermbeck. (pd) Der Geologische Dienst NRW startet in Schermbeck eine geologische Untergrunderkundung. – Die bis 100 Meter tiefe Bohrung soll Erkenntnisse zum Aufbau und zur erdgeschichtlichen Entwicklung des Gesteinsuntergrundes geben.

Am 15. Juli startet der Geologische Dienst NRW mit einer kartierbegleitenden Bohrung in Schermbeck-Bricht, auf einer Wiese an der „Alten Poststraße“.

Rammkernbohrung

Bei der für die Dauer von ca. vier Wochen geplanten Rammkernbohrung wird meterweise eine Kernfanghülse (zylindrisches Kunststoffrohr, kann später geöffnet werden) in das Lockergestein gerammt und wieder herausgezogen.

Die so gewonnenen Bohrproben werden im Anschluss beim Geologischen Dienst NRW in Krefeld eingehend untersucht. Nicht nur das Bohrgut selbst ist von Interesse.

Zahleiche Daten werden geliefert

Vor seiner Wiederverfüllung wird das Bohrloch auch mithilfe verschiedener geophysikalischer Messsonden des Geologischen Dienstes NRW erkundet. Diese liefern zahlreiche Daten zu den Gesteinseigenschaften, wie beispielsweise zum Sand- und Tongehalt.

Vorhandene Bohrungsdaten im Archiv des Geologischen Dienstes NRW und eine GDeigene Kleinbohrung belegen, dass die sandig-kiesigen Ablagerungen der Lippe-Niederterrasse hier mit über 25 m besonders mächtig sind.

Eiszeitlicher See

Diese Sedimente wurden während der letzten Kaltzeit, ca. 10 000 bis 60 000 Jahre vor heute von der Lippe abgelagert. Als Besonderheit folgen darunter feinkörnige Sand- oder Tonablagerungen eines eiszeitlichen Sees, der an dieser Stelle vor etwa 200 000 Jahren existiert hat.

Unterhalb dieser quartärzeitlichen Schichtenfolge lagern rund 80 Mio. Jahre alte, sandig-mergelige Gesteine eines ehemaligen Meeres, das während der Oberkreide-Zeit die Region von Norden her überflutet hatte.

Schutz des Grundwassers

Die Bohrung gibt Aufschluss über die geologische Entwicklung der Region. Darüber hinaus sind die Eigenschaften der unterschiedlichen Lockergesteine von großer Bedeutung für viele praktische Fragestellungen.

Diese reichen vom Schutz und der Nutzung des Grundwassers über die Geothermie bis hin zu möglichen Georisiken.

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André Elschenbroich
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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