Die Normalität des Arbeitsalltags ist bei Michael Loewenau aus Schermbeck wieder hergestellt

Die Wulfener Werkstätten sind vorübergehend nach dem verheerenden Brand in der Laurentiusschule in Lembeck untergebracht. Am Freitagmittag wurde der neue temporäre Standort mit einem Festakt offziell für Besucher und Mitarbeiter eröffnet und vorgestellt.

Michael Loewenau Behindertenwerkstätten Lembeck-Wulfen (3)
Michael Loewenau montiert Einschlagdübel für Montage von Dächer

Lembeck. Es soll ja noch wirklich Menschen geben, die mit viel Freude ihrer Arbeit nachgehen. Dazu gehört der Schermbecker Michael Loewenau aus dem Haus Kilian, der nicht nur Spaß an seiner Arbeit hat, sondern dabei auch noch überaus gutgelaunt ist. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht stellt der 58-jährige Schermbecker den Besuchern seinen Aufgabenbereich vor und erklärt jedem, der es wissen möchte, ausführlich die einzelnen Arbeitsschritte seiner Tätigkeit.

Wulfener Werkstätten

Seit Anfang September sind 72 von den insgesamt 300 Beschäftigten aus Dorsten, Erle und auch Schermbeck nach dem verheerenden Brand der Wulfener Werkstätte in der vorrübergehenden Werkstatt in der ehemaligen Laurentiusschule Lembeck untergebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt waren sie im gesamten Kreisgebiet in andere Werkstätten verteilt worden.

Michael Loewenau Behindertenwerkstätten Lembeck-Wulfen (3)

Hier können sie nun wieder ihrer regelmäßigen Arbeit, ohne weite Anfahrt, nachgehen. Das wurde am Freitag mit einem offiziellen Festakt gefeiert.

Seit mehr als 30 Jahren arbeitet Michael Loewenau (58 J.) in den Werkstätten. Seine Aufgabe sei es, wie er voller Stolz sagt, Einschlagdübel für Dachstühle zusammenzusetzen. „Hier gefällt es mir gut“, sagt Michael lachend und er freut sich, dass er so ausführlich über sich und seine Arbeit erzählen kann.

Frühaufsteher

Sein Arbeitstag ist lang, denn immerhin stehe er, um den Bus um 6.45 Uhr am Haus Kilian nicht zu verpassen, jeden Morgen bereits um 5 Uhr auf. Seine offizielle Arbeitszeit beginnt um 7.45 Uhr. Feierabend hat Michael um 15 Uhr.

Durch das Quasseln kommt Michael etwas aus dem Rhythmus und nutzt gleichzeitig die Gelegenheit, um mit seiner Mitarbeiterin zu flirten, die ihm gegenübersitzt. Das Michael Loewenau eine wichtige Aufgabe in der Werkstatt hat, weiß er genau. „Wenn ich hier Fehler mache, dann kracht nachher noch das ganze Dach zusammen“, fügt er scherzend hinzu und widmet sich dann schnell konzentriert wieder seiner Arbeit zu.

Die Werkstätten der Diakonie für Menschen mit Handicap geben nicht nur Arbeit. Sie sehen auch ihre Aufgaben darin, in jedem Menschen eine selbstbestimmte Person zu sehen, die unabhängig von Art und Schwere der Behinderung in ihrer Entwicklung und entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen begleitet und gefördert werden

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