Sonntag, der 18. März ist das diesjährige symbolische Datum des Equal Pay Day.

Dieser Tag ist der Tag, der darauf aufmerksam macht, dass Frauen immer noch bei gleicher und gleichwertiger Arbeit weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.

In diesem Jahr errechnete das Statistische Bundesamt die Lohnlücke von 21 Prozent. Deutschland belegt seit Jahren mit dieser Einkommenslücke eine „Spitzenposition“ im europäischen Vergleich.

„Inakzeptabel“ so Monika Seibel von der Fachstelle Frau und Beruf sowie Petra Hommers, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Wesel, „dass im 21. Jahrhundert immer noch diese Ungerechtigkeit besteht“. „Mit mehr Transparenz und Offenheit wird die Einkommenslücke allen deutlich vor Augen geführt, indem wir endlich über Geld und gerechte Bezahlung sprechen“, bekräftigt Monika Seibel weiter. Daher wird auch in diesem Jahr wieder „Flagge gezeigt“ und „rote Taschen“ verteilt, die sinnbildlich auf die roten Zahlen im Geldbeutel hinweisen.

Das Motto der diesjährigen Kampagne zum Equal Pay Day lautet „Transparenz gewinnt“. Im Januar 2018 ist das Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist, gleiches Gehalt für Frauen und Männer bei gleicher und gleichwertiger Arbeit durchzusetzen. In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten wird diese Transparenz zur Pflicht.

Kleines Equal Pay Day 1×1:
Statistisches Bundesamt errechnet jährlich den prozentualen Unterschied des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes in Tage um = 21 % von 365 Tagen = 77 Tage = 18. März 2018.

Übersetzt: 2018 erhalten Männer schon seit dem 1. Januar ihr Gehalt, während Frauen 77 Tage umsonst arbeiten.

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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