Der Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen für neue Siedlungs- und Verkehrsflächen hat im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Schermbeck hat 53,2 % landwirtschaftliche Flächen

NRW-Ministerin Ursula Heinen-Esser: „Zu früh für einen Trend, aber die Richtung stimmt.“

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes (IT-NRW) und Auswertung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) wurden im Jahr 2020 pro Tag zusätzlich rund 5,7 Hektar für Siedlung und Verkehr in Anspruch genommen. Im Vorjahr 2019 lag der Verbrauch bei 8,1 Hektar pro Tag.

Hitze und Überschwemmungen vorbeugen

„Flächenschutz ist Arten- und Klimaschutz. Indem wir Bodenversiegelung eindämmen, Grün die Stadt bringen, Versickerungsflächen erhalten und Altflächen sanieren, beugen wir Hitze und Überschwemmungen vor“, kommentiert Heinen-Esser die Zahlen.

NRW – über 34.000 Quadratkilometer groß 

Die Katasterfläche des Landes Nordrhein-Westfalen betrug 34.112 Quadratkilometer zum Stichtag 31.12.2020. Der Anteil der Landwirtschaftsfläche lag im Jahr 2020 bei 47,0 Prozent der Landesfläche. Wälder und sonstige Vegetation bedeckten 27,5 Prozent des Landes. Der Anteil der für den Siedlungs- und Verkehrswegebau inklusive Bergbau genutzten Flächen lag bei 23,7 Prozent der gesamten Landesfläche. Wasserflächen nahmen 1,8 Prozent der Landesfläche ein.

Die Flächenaufteilung in Schermbeck:

– Siedlungs- und Verkehrsflächen: 1.241 ha (11,2%)

– Landwirtschaftsflächen: 5.891 ha (53,2%)

– Waldflächen, Gehölz: 3.730 ha (33,7%)