Exzellente Botschafterin der afrikanischen Küche

Sternekoch Berthold Bühler moderierte beim Candle-Light-Dinner im „Haus-Mühlenbrock“

Ein außergewöhnliches Fünf-Gänge-Menü erwartete die Besucher des Hotel-Restaurants „Haus Mühlenbrock“ am Samstagabend.

Carol und Stephan Mühlenbrock freuten sich, im Rahmen eines Candle-Light-Dinners ihren Gästen den Spitzen-Gastronomen Berthold Bühler vorstellen zu dürfen.

Im Jahre 1983 wurde Berthold Bühler Küchenchef im Hotel-Restaurant „Résidence“ in Essen-Kettwig. Bereits ein Jahr später erhielt er den ersten Michelin-Stern verliehen. Fünf Jahre später erhielt er den zweiten Stern, den er bis heute halten konnte. Ende 2016 trat Bühler, der im Jahre 2012 zum „Bürger des Ruhrgebietes“ ernannt wurde, in den Ruhestand.

Carol Mühlenbrock (r.) freute sich, dass der Sternekoch Berthold Bühler (l.) bereit war, als Moderator bei Candle-Light-Dinner im Haus Mühlenbrock aufzutreten. Foto: Helmut Scheffler

Als Anfang letzten Jahres Berthold Bühler das Inventar seines Restaurants verkaufte, lernte er Carol Mühlenbrock kennen.

Sterne-Koch

Im gemeinsamen Gespräch stellte sich heraus, dass beide ihre Liebe zur Kochkunst im Elternhaus entwickelt haben. Als Carol Mühlenbrock später den Sterne-Koch und seine Begleiter mit einem exklusiven 4-Gang-Menü auch noch verwöhnte und beeindruckte, stand für Berthold Bühler fest, die gastronomischen Ideen der Schermbecker Köchin zu unterstützen. „Sie ist eine exzellente Botschafterin der afrikanischen Küche“, bescheinigte Bühler der „Köchin mit Leidenschaft“, die am Samstag von ihrem Schwiegervater Johannes Mühlenbrock in der Küche unterstützt wurde.

Exotische Geschmackswelt

Während Carol Mühlenbrock am Samstag einen Hauch von afrikanischer Essenskultur vermittelte und zu einer kulinarischen Reise in eine exotische Geschmackswelt entführte, riesige Rotgarnelen, eine Topinampursuppe, Jacobsmuscheln, gefüllte Perlhuhnbrust und den Nachtisch vorbereitete, übernahm Berthold Bühler in den Pausen zwischen den einzelnen Gängen die Aufgabe, aus seinem Leben zu berichten und mit den Gästen über seine Erfahrungen mit prominenten Besuchern der „Résidence“ zu plaudern.

Während Carol Mühlenbrock (r.) mit Unterstützung ihres Schwiegervaters Johannes Mühlenbrock (Mitte) das mehrgängige Menü vorbereitete, unterhielt der Sterne-Koch Berthold Bühler (l.) die Gäste mit Anekdoten von der Begegnung mit prominenten Gästen. Foto: Helmut Scheffler

Die englische Königin Elisabeth liebte Geflügel über alles und hätte auch sicherlich gerne einmal rote Bete gekostet, wenn ihr Protokollchef das nicht ausdrücklich dem Koch verboten hätte, um eine Verfärbung des königlichen Zahnfleisches zu verhindern.

Tina Turner

Die Sängerin Tina Turner liebte Kalbsfilet so sehr, dass sie immer gleich zwei Portionen bestellte. Als eine große Feinschmeckerin und „Gast, wie man sich ihn nur erträumen kann“, charakterisierte Berthold Bühler die Politikerin Claudia Roth. Davon war die ehemalige NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit ihrer Vorliebe für Bratkartoffeln und Spiegeleier meilenweit entfernt. Als der ehemalige französische Staatspräsident Jacques Chirac als vermeintlicher Weingenießer Bier trinken wollte, musste das Personal erst einmal die Lieblingssorte des Gastes herbeischaffen.

Mit solchen Anekdoten konnte Berthold Bühler das Warten auf den nächsten Menügang leicht überbrücken und selbst am Ende der Pause vor dem Servieren der Feigen-Samosa und des Blutorangeeises als Dessert hätte Bühler noch reichlich kuriose Geschichten aus der Welt der „Großen“ beisteuern können. H.Scheffler

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.