Die Arbeiten in Schermbecks zweiter Windkraftzone liegen noch im zeitlichen Plan

Schermbeck Während die vier Windkrafträder auf dem Dammer Wachtenbrink bis zum Frühsommer nach und nach in Betrieb genommen wurden, gerieten die drei geplanten Windenergieanlagen (WEA) in Rüste fast in Vergessenheit.

Ein Großteil der Arbeiten, die nach dem ersten Spatenstich am 2. März anstanden, dienten erst einmal der soliden Fundamentierung.

Am Donnerstag wurde der Turm der östlichsten Rüster Windenergieanlage mit Spannlitze von innen verspannt. Ein Kran beförderte die Rollen mit den Drahtseilen zur Turmspitze. Foto: Helmut Scheffler

Inzwischen wächst die östlichste der drei WEA nach oben. Am Donnerstag war die Firma Senvion damit beschäftigt, den hohen Stahlbeton-Hybridturm mit Spannlitze zu stabilisieren. Nacheinander wurden 24 Rollen mit den benötigten Drahtseilen per Kran zur Spitze des Turmes befördert und ins Innere des Turmes hinabgelassen.

Der auf diese Art und Weise befestigte Turm kann nun weiter wachsen. „Dazu wird der jetzige kleine Kran in der kommenden Woche durch einen großen Kran ersetzt“, teilte Diplom-Ingenieur Lars Schmidt von der Münsteraner „BB Wind Projektberatungsgesellschaft mbH“ mit, die das Projekt im Auftrag der Gesellschaft „Windenergie Schermbeck-Rüste GmbH &Co.KG“ komplett begleitet.

In der kommenden Woche werden weitere Bauteile angeliefert, die so groß sind, dass die Abfahrt Schermbeck der A 3 in der Nacht vom 14. zum 15. August für vorbereitende Arbeiten gesperrt werden muss, um einen sicheren Transport von Stahlrohrturmteilen, Rotorblättern und Naben zu gewährleisten.

Nach ihrer Fertigstellung wird die östlichste WEA eine Gesamthöhe von 200 Metern erreichen. Die Nabenhöhe liegt bei 139 Metern. „Wir liegen noch im zeitlichen Rahmen“, teilte Lars Schmidt Schmidt mit, der bei der Grundsteinlegung von einer voraussichtlichen Inbetriebnahme im Oktober 2017 gesprochen hatte.

Insgesamt werden drei WEA entstehen. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund 13 Millionen Euro. Die Finanzierung übernehmen zu jeweils 50 Prozent die Volksbank Schermbeck und die Niederrheinische Sparkasse Rhein-Lippe. Die Jahresstromproduktion des Windparks wird nach Abzug sämtlicher Verluste mit etwa 20 Millionen kWh erwartet. Mit dieser Strommenge können etwa 5500 Haushalte versorgt werden, die einen Verbrauch von etwa 3500 kWh aufweisen. Es könnten also alle Schermbecker Haushalte versorgt werden. Im Vergleich zum deutschen Strommix aus vielen Energieträgern zusammen kann in Rüste der Ausstoß von 1100 Tonnen CO2 vermieden werden. H.Scheffler

 

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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