Am 30. Mai erlebte die Kilian Schützengilde Schermbeck in der Gaststätte Overkämping-Schult einen denkwürdigen Abend. Klaus Otto Besten eröffnete die Veranstaltung mit einem historischen Rückblick unter dem Titel „Wer war Küpper’s Jan?“ und erzählte die Geschichte des Schermbecker Kriegerdenkmals.
Das Denkmal, das einen preußischen Infanteristen von 1870 zeigt, entworfen von Heinrich Hauth, war jahrzehntelang Mittelpunkt des Gedenkens, bis es gegen Ende des Zweiten Weltkriegs vorsorglich abgebaut und vergraben wurde, um es vor der Zerstörung zu bewahren. Klaus Otto Besten erweckte die Geschichte um das Denkmal ebenso informativ wie unterhaltsam zu neuem Leben.

Wahlen zum Vorstand und zum Offizierscorps
Nach einer kurzen Pause begann wenige Minuten nach 19:00 Uhr die Schützenversammlung, die von Präsident Markus Hindricksen geleitet wurde. Schriftführer Michael Nissing blickte auf ein bewegtes Jahr zurück, in dem der Abschied von Markus und Michael Redeker – die nach über drei Jahrzehnten auf der Jahreshauptversammlung im Januar zu Ehrenschützen ernannt worden waren – noch einmal eine wichtige Rolle spielte. Es galt, die hierdurch entstandenen Lücken zu schließen.
Carsten Schledorn wurde ins Offizierscorps aufgenommen, doch der wahre historische Moment war die Wahl von Nicole Heuser in den Vorstand. Die erste Vorstands-Frau in der Geschichte des Vereins, die sich immerhin über mehr als vier Jahrhunderte erstreckt. Nicole Heuser, die bereits 2005 an der Seite von Michael Nissing Schützenkönigin war, begründete ihr Engagement einleuchtend damit
„weil Frauen ohnehin ganz viel im Hintergrund des Vereins arbeiten!“
Neues Fördermodell, geschlechtergetrennte Schützenkarten und eigene Festzeltbewirtung
Auch organisatorisch steht der Gilde ein Jahr des Wandels bevor. Nach Veranstaltungen wie Karneval und dem Oktoberfest wird auch der Tanz in den Mai aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr stattfinden. Umso mehr freut man sich auf das Kinderschützenfest am 14. Juni, dessen Neuerungen, z. B. das Entenrennen, Tanja Dunzel noch einmal vorstellte. Am 5. Juli steht dann das Jungschützenschießen an.

Mit Blick auf das anstehende Kilian Schützenfest wies Markus Hindricksen darauf hin, dass der Mauritiustaler in diesem Jahr durch ein Fördermodell ersetzt wird, zu dem eine Fördererklärung abgegeben werden kann, die folgende Optionen bereithält: die „Kilianer-Beteiligung“ für 30 Euro im Jahr , den „Förderer-Club Mauritius“ für 120 Euro jährlich oder einen individuellen Betrag.
Eine weitere Neuerung ist die Einführung der geschlechtergetrennten Schützenkarte zu je 4 Euro, um allen die Teilnahme am Königsschießen zu ermöglichen. Zudem übernimmt die Gilde die komplette Bewirtung durch Personal im angemieteten Festzelt, mit Sektbar, Bierwagen davor und – neben den klassischen Biermarken – auch der Bezahlmöglichkeit über EC-Karte.
Das lange Kilian-Wochenende vom 11. bis 14. Juli kann kommen
























