Schermbecker bauen Nistkästen gegen Eichenprozessionsspinner. Firma Wischerhoff Bedachung lud zu einer ganz besonderen Aktion ein

Schermbeck. Das Thema um die Eichenprozessionsspinner ist allgegenwärtig. Sie machen bereits im zweiten Jahr das Leben der Menschen schwer.

Schermbecker bauen Nistkästen
Fotos: Wolfgang Grebe

Um der Verbreitung von Eichenprozessionsspinner entgegenzuwirken und damit der Bestand des EPS künftig schon vor der Raupenphase reduziert wird, lud am Samstag die Firma Wischerhoff Bedachung zu einer ganz besonderen Aktion ein. Nistkastenbau gegen EPS. Holz, Werkzeug, Farbe, Arbeitskraft, Hilfe und kreative Ideen wurden gratis von der Firma Wischerhoff zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus es gab leckere Verpflegung und jede Menge Spaß!

Schermbecker bauen Nistkästen


Zahlreiche große und kleine Schermbecker nahmen das Angebot an, werkelten, malten und setzten ihre Fantasien in Farbe um. So entstanden bunte Nistkästen für Meisen, die jeder Teilnehmer am Ende mit nach Hause nehmen konnte.

Schermbecker bauen Nistkästen

„Es war eine tolle Aktion und die Mitarbeiter von Wischerhoff waren spitze! Und am Ende wirklich erschöpft“, sagt Michaela Grebe, die seit Jahren Hobby-„Meisenzüchterin“ mit guter Nistkasten-Ausstattung inkl. diverser Kameras ist. Jetzt habe sie aber, wie sie am Ende erfreut sagt, sogar ein Haus mit Gründach!

Schermbecker bauen Nistkästen

Mittlerweile gibt es in Nordrhein-Westfalen mehrere Nistkastenbau-Pilotprojekte. Ziel soll sein, dass an jeder Eiche im Garten oder in der Gemeinde ein Nistkasten hängt.

Schermbecker bauen Nistkästen

 Natürliche Gegenspieler

Neben einer chemischen Behandlung kennt die die Natur zahlreiche natürliche Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners. So zum Beispiel ist der Falter eine leckere Abwechslung für Vögel und Fledermäuse. Kohlmeisen, Blaumeisen und andere Insektenfresser gelten als natürliche Fressfeinde des EPS und können der Ausbreitung des Schädlings Vorschub leisten.

Meisen gegen Eichenprozessionsspinner
Foto: Pixabay

Ziel soll es sein, dass in den nächsten Jahren an jeder Eiche ein Nistkasten hängt, der Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen anlocken soll. Sobald die Vögel nisten, müssen viele hungrige Mäuler gefüttert werden. Dazu brauchen sie zahlreiche Insekten und auch die Raupen der Eichenprozessionsspinner müssen dann dafür herhalten!

Fragwürdiger Naturschutz

Der Eichenprozessionsspinner ist eine in Deutschland seit mindestens Mitte des 18. Jahrhunderts einheimische Schmetterlingsart. Der Bund, Landesverband NRW kritisierte jedoch in diesem Jahr, dass viele Gemeinden bereits vorbeugend Biozide einsetzten, ohne dass zuvor ein konkreter Befall festgestellt wurde.

Der Einsatz von Bioziden sollte daher laut DER BUND, auf begründete Ausnahmefälle wie Kindergärten und Schulen beschränkt bleiben, da der Einsatz von Bioziden immer mit weiteren Umweltschäden verbunden sei.

 (Quelle BUND).

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