Schermbecker Schüppenschützen haben einen neuen König

Nach dem Besuch ihres noch amtierenden Königs Peter Francesconi in Hörnings Garten am Bösenberg machten sich die Schüppenschützen auf den Weg zum Rathausplatz, wo sie die Besucher des Festes „Schermbeck genießen“auf das nahende viertägige Schützenfest der Kiliangilde Schermbeck von 1602 e.V. aufmerksam machten.

Eine goldene Schüppe für Matthias Müller

Da der Zugführer Christian Hötting amtierender Kilianer-König ist, übernahm der stellvertretende Zugführer Bodo Horstkamp die Leitung des Zuges zu seinem Elternhaus, wo wenig später in Ralf und Sonja Horstkamps Garten der Wettbewerb im Schüppenwerfen begann und der achtjährige Foxterrier Leon fluchtartig die Wiese verließ.

Vorjahressieger Peter Francesconi eröffnete das Schüppenwerfen. Seine – allerdings mit der linken Hand – vorgelegten 9,20 Meter wurden von den meisten der nachfolgenden Schüppenwerfern leicht übertroffen. In drei Durchgängen musste die Schüppe möglichst weit geworfen werden. Die Einzelergebnisse wurden zusammengezählt.

Gesamtweite von 38,50 Meter

„Wir haben einen neuen Schüppenkönig“, rief Jens Hindricksen als Präsident der Schüppenschützen am Samstag um 20.58 Uhr den übrigen Schüppenschützen und Gästen zu, die das Schüppenwerfen verfolgt hatten. Neuer König wurde der 29-jährige Kraftwerker Matthias Müller.

Nach Würfen mit den Einzelweiten 13,30 m, 13,70 m und 11,50 m reichte die Gesamtweite von 38,50 Meter für den Gesamtsieg. Vor zwei Jahren hätte Matthias Müller beinahe den Sieg errungen. Damals musste er sich Kevin Hörning geschlagen geben.

Im letzten Jahr sah es nach zwei Würfen ebenfalls nach einem Sieg aus. Doch dann leistete sich Müller eine verbotene Berührung der hölzernen Abflugmarkierung. Mit einer um 3,30 m geringeren Gesamtweite belegte Bernhard Kappe in diesem Jahr den zweiten Platz

Zwei Übertritten und einer geringen Wurfweite

Da Schriftführerin Karina Hörning alle Wurfergebnisse der 38 Teilnehmer sorgfältig notierte, blieb Guido Nuykens Missgeschick nicht verborgen. Nach zwei Übertritten und einer geringen Wurfweite von 6,10 m legte er mit der Gesamtweite von 6,10 m das schlechteste Gesamtergebnis vor.

„Doofen“-Schüppe

Während König Matthias Müller die goldene Schüppe erhielt, musste Nuyken sich mit der „Doofen“-Schüppe zufrieden geben. Die trug er auch schon mal im Jahre 2014 bei den Umzügen an der Seite des Königs Kevin Lützler.

„O la la, wir haben einen König“, sangen die Schüppenschützen Danach sangen sie gemeinsam mit dem neuen König „Schwer mit den Schätzen des Orients beladen…“.

Jürgen „Ali“ Hörning, einer der Mitbegründer der Schüppenkompanie, freute sich ganz besonders. 2003 war er selbst König, 2011 sein Bruder Jürgen, 2017 sein Sohn Kevin und in diesem Jahr sein Schwiegersohn. H.Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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