Wie wird das Angebot angenommen? Beim Tag der offenen Tür im Alten Rathaus konnten sich heute Interessierte ein eigenes Bild von der Tafel, der Kleiderkammer und dem Café „Cari-Tasse“ machen. Das Fazit: Die Hilfe wird genutzt – nicht nur von Flüchtlingen, sondern zunehmend auch von Schermbecker Bürgerinnen und Bürgern.
Kleiderkammer: Gut sortiert wie eine kleine Boutique
Hell, sauber und übersichtlich – so präsentiert sich die Kleiderkammer im Alten Rathaus. Die Kleidung ist nach Größen sowie nach Damen-, Herren- und Kindermode sortiert. „Es sieht fast aus wie in einer Boutique“, sagte eine Besucherin.
Das Angebot werde inzwischen sehr gut angenommen, heißt es aus dem Team. Zwar kämen überwiegend Geflüchtete, doch auch immer mehr Einheimische fänden den Weg in die Kleiderkammer – ganz ohne Hemmungen. Denn das Angebot steht allen Menschen offen, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Geöffnet hat die Kleiderkammer jeweils Dienstag von 10 bis 12 Uhr und Donnerstag von 15 bis 17 Uhr.

Die Tafel: „Eine wertvolle Einrichtung für Schermbeck“
Auch der Raum der Tafel ist gut gefüllt – mit Lebensmitteln ebenso wie mit Menschen. Seit einem halben Jahr engagiert sich dort Bernd Holtmann ehrenamtlich. „Die Tafel wird sehr gut angenommen, gerade von den Flüchtlingen. Wir haben viele in Schermbeck – deshalb ist auch die Nachfrage hoch“, sagte er.
Doch auch immer mehr Schermbeckerinnen und Schermbecker würden erkennen, dass sie das Angebot nutzen können – sofern sie berechtigt sind. „Ich finde, das ist eine gute Einrichtung und wertvoll für Schermbeck“, betonte Holtmann. Öffnungszeiten der Tafel immer montags von 10 bis 12 Uhr.
Café „Cari-Tasse“: Offene Tür gegen Einsamkeit

Einen warmen Treffpunkt für ältere Menschen bietet das Café „Cari-Tasse“. Es wurde im November 2024 eröffnet und wird – wie die anderen Angebote – fast vollständig durch Ehrenamtliche getragen. Das Café ist montags und dienstags jeweils von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.
„Vor allem montags könnte die Resonanz größer sein“, sagte Brandy Soggenberg, die seit September 2024 als Quartiersentwicklerin für das Soziokulturelle Zentrum verantwortlich ist. „Das Café steht allen offen, die der Einsamkeit entfliehen möchten.“

Sieben Frauen für ein Café
Sieben engagierte Schermbeckerinnen organisieren den Betrieb des Cafés. Sie bieten Kuchen, Kaffee und Gesellschaft – und sind bei Bedarf auch einfach nur da zum Zuhören. „Hier geht es nicht nur um das Stück Kuchen, sondern um Begegnung“, so eine der Helferinnen. Gespielt, gelacht und geredet wird ebenfalls – ganz ohne Anmeldung und Schwellenangst. Träger des multikulturellen Zentrums ist die Caritas Wesel, Dekanat Dinslaken. Die Einrichtung bündelt verschiedene Hilfsangebote unter einem Dach.























