Siebter Bestener Bauernmarkt startet am 15. September auf dem Sonnenhof

Nach der großartigen Resonanz auf die ersten sechs Bauernmärkte veranstaltet der Bestener Sonnenhof am 15. September zwischen 11 und 18 Uhr zum siebten Male einen Bauernmarkt auf dem betriebszugehörigen Gelände. Der Eintritt ist frei.

Der Bauernmarkt findet jeweils am dritten Sonntag im September in Besten auf dem Gelände des Sonnenhofes, der von Thorsten und Bettina Scholten bewirtschaftet wird, statt.

Die heimischen Unternehmer haben unter dem Motto „Klein, aber fein – Klasse statt Masse“ eine ganze Menge attraktiver Marktobjekte vorzuweisen.

Dabei passt alles zum ländlichen Charakter in einem bäuerlich geprägten Umfeld. Selbstgemachtes steht im Vordergrund.

Maya Wisselink, Britt Scholten (vorne v.l.), Thomas Grebe, Andree Lehmbruck, Torben Scholten, Thorsten Scholten, Sandra Grebe und Bettina Scholten (hinten v.l.) laden zum siebten Bauernmarkt nach Besten ein. Foto: Helmut Scheffler

Für das leibliche Wohl sorgt der Sonnenhof; er möchte die Besucher mit selbst gebackenem Kuchen, Waffeln, Panhas und Erbsensuppe verwöhnen. Außerdem bietet die Familie Scholten Erdbeer-Secco an. Ein zusätzlicher Bierstand erwartet die Gäste.

Die Gahlener Bürgerschützen betreiben den Grillstand und locken mit Zwiebelfleisch, Nackensteaks und Bratwürsten. Pfannkuchen und Reibeplätzchen werden ebenso angeboten wie vegetarische Leckereien.

An etwa 55 Ständen – das sind mehr als im vergangenen Jahr – bieten Unternehmer aus dem niederrheinisch-westfälischen Grenzbereich regionale Produkte an. Dazu gehören die Schnapsbrennerei Dirk Böckenhoff (Erle und Dorsten), Gerd Graaf aus Bricht (regionale landwirtschaftliche Produkte), der Dammer Andreas Steinkopf (Käse und Schinken). Ein Stand mit Gewürzen erwartet die Besucher. Ein Stückchen weiter wird Fisch zum Verzehr und zum Verkauf angeboten.

Ein Spielplatz steht für die jüngsten Besucher zur Verfügung. Foto (A): Helmut Scheffler

„Von der kleinen Azalee und dem Zwergrhododendron über bunte Heide bis hin zum kleinkronigen Hausbaum reicht unser Angebot“, berichtet Friedrich Großblotekamp vom Stand der Baumschulen Großblotekamp.

Am Stand des Bestener Pflanzen-Centers Grebe werden Saisonpflanzen wie Heiden, Chrysanthemen, Hornveilchen und Stiefmütterchen angeboten. Floristik-Fachkräfte übernehmen die fachliche Beratung.

Die Obstplantage Schelhorn bietet an ihrem Stand Äpfel an. Der in Besten ansässige Betrieb hat während der inzwischen begonnenen Apfelsaison bis Ende Oktober auch an mehreren Wochentagen seine Verkaufsstelle am Kuhweg 39 geöffnet. Die Öffnungszeiten findet man auf der Homepage www.obstplantagen-schelhorn.de.

Die Brichter Familie Lorei wird auch in diesem Alpakas aus der eigenen Zucht vorstellen. Foto (A): Helmut Scheffler

Wer sich für ein E-Bike oder für extraleichte Woom-Kinderräder interessiert, sollte den Stand der Dorstener Firma Radsport Bomm aufsuchen. „Probefahrten mit Rädern sind möglich“, lädt Andree Lehmbruck als Filialleiter des Meisterbetriebes ein.

An einigen Ständen beweisen die Betreiber künstlerisches oder kunsthandwerkliches Geschick. Die Bestener Imkerin Heike Holzum verkauft eigenen Honig und selbst hergestellte Bienenwachskerzen. Norbert Thelen aus Grafenwald schneidet aus Holzblöcken mit der Motorsäge Wichtel, Herzen und Hasen heraus. Das kunsthandwerkliche Spektrum reicht von Stickereien und Kreationen aus Holz und Filz bis hin zu Stricksachen und Taschen.

Auch an die Kinder haben die Organisatoren gedacht. Ein Spielplatz mit Rutsche, Wippe und riesiger Sandlandschaft wird den jüngsten Bauernmarkt-Besuchern sicherlich gut gefallen. Ziegen und Kühe können gestreichelt werden. Reitlehrerin Melanie Schürmann bietet zwischen 14.30 und 16.30 Uhr Ponyreiten an. Talina Lorei aus Schermbeck bringt ihre Alpakas mit.

Karl-Heinz Peschen von der Weseler Greifvogelstation bringt ein Dutzend Greifvögel mit nach Besten. Eine Schleiereule lässt sich von den Kindern geduldig streicheln.

Im Rahmen des Bauernmarktes haben die Besucher Gelegenheit, Schermbecks erstes Hühnermobil kennen zu lernen, das dem Junglandwirt Torben Scholten gehört. Ihre Eier legen die Hühner in einem mobilen Hühnerstall, der etwa 14 Tage lang an einer Stelle bleibt und dann, wenn das gewachsene Grünfutter zur Neige geht, ein Stück weiter gezogen wird, wo die Hühner wieder frisches Grünfutter finden. Einen Steinwurf weit vom Hühnermobil entfernt werden die Eier in einem kleinen roten Gartenhaus der Familie Scholten am Bestener Brackenberg verkauft, das 24 Stunden am Tag geöffnet ist.

Die Oldtimerfreunde Lembeck fahren nicht nur mit einigen Oldtimer-Traktoren vor, die überwiegend aus den 1960er-Jahren stammen. „Die Kinder können auch in unserer Seilerei selbst Seile drehen oder Leinen für Haustiere“, lädt der Vorsitzende Thomas Weßeling ein. Mit Hilfe eines künstlichen Euters kann auch die von den Lembeckern mitgebrachte hölzerne Kuh Berta gemolken werden.

Auch die Gemeinde Schermbeck nutzt den Bauernmarkt, um den vielen auswärtigen Besuchern die touristischen Besonderheiten der niederrheinisch-westfälischen Grenzgemeinde vorzustellen. An ihrem Stand werden Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Infomaterial zu den touristischen Angeboten zur Mitnahme auslegen oder zum Verkauf anbieten.

Wer von Schermbeck, Dorsten, Hünxe oder Kirchhellen nach Gahlen fährt, wird jeweils rechtzeitig durch Schilder auf den Standort des Bauernmarktes in Gahlen-Besten verwiesen. Die beiden Strohkühe auf der Kirchhellener Straße wird man kaum übersehen können. Parkplätze sind reichlich vorhanden. Ein Parkplatzdienst sorgt für Ordnung beim Einparken. Eine Einbahnstraßenregelung hilft die An- und Abfahrten zu erleichtern.

Mit dem Bauernmarkt beendet der Sonnenhof seine Saison. Die Familie Scholten bedankt sich für die erfolgreiche Saison und freut sich, nach der Winterpause ab dem 1. Mai 2020 wieder für ihre Kunden da zu sein. H.Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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