Die 40. Ausgabe des „Jahrbuch Kreis Wesel“ umfasst 32 Beiträge

Schermbeck „Seit nunmehr 40 Jahren gelingt es, durch die verlässliche Unterstützungvon Autorinnen und Autoren die Leserschaft des Jahrbuchs in jeder Ausgabe immer wieder mit neuen Geschichten zu überraschen“, stellte Michael Maas als Vorstandsmitglied der Kreisverwaltung Wesel gestern fest, als die 40. Ausgabe des „Jahrbuch Kreis Wesel“ vorgestellt wurde.

Das in einer Auflage von 3800 Exemplaren im Duisburger Mercator-Verlag erschienene Jahrbuch  ist im Buchhandel zum Preis von 14,90 € erhältlich (ISBN 978-3-946895-24-4). Auf der Titelseite sind neben einem Tagpfauenauge Mitarbeitende der Straßenbahn Moers-Homberg während des Ersten Weltkriegs zu sehen.

Facettenreiches Bild

Die Redaktion des Jahrbuches mit seinen zahlreichen Illustrationen übernahm auch indiesem Jahre Brigitte Weiler vom Kreisarchiv Wesel. Sie hat darauf geachtet, dass möglichst alle dreizehn Kommunen vertreten sind, um so ein facettenreiches Bild des Kreises Wesel liefern zu können.    Die Aufsätze befassen sich mit ganz unterschiedlichen Themen.

Manche Aufsätzebeziehen sich auf größere Teile des Kreisgebieten. Dazu gehört der Bericht über die „unendliche Geschichte“ der Betuwe-Bahnlinie ebenso wie ein Beitrag über die wirtschaftsräumliche Gliederung des Kreises Wesel und die Auswahl bibliografie des Kreises Wesel für das Jahr 2017, die 166 Titel von Büchern und Aufsätzen umfasst, welche sich mit dem Kreisgebiet befassen.

Jahrbuch Kreis Wesel 2018
Verlagsleiterin Jutta Nagels, Vorstandsmitglied Michael Maas und Redakteurin Brigitte Weiler (v.l.) stellten gestern im Weseler Kreishaus die 40. Ausgabe des „Jahrbuch Kreis Wesel“ vor. RN-Foto Scheffler

 Zu den Geschichtsbeiträgenzählen ein Beitrag über den Zeppelin über Alpen, ein Bericht über jene Zeiten, als in Moers noch eine Straßenbahn fuhr, eine Beschreibung von „Menschen zwischen den Mühlsteinen zweier Diktaturen“ und ein Forschungsbericht über die Entstehung der Reformation in Wesel.

Natur und Umwelt

Im Kapitel „Natur und Umwelt“ berichten Renate und Gerhard Freundt über „Schmetterlingevor der Haustür“. Angesichts des dramatischen Insektenrückgangs wirkt derArtikel über ein Refugium der Schmetterlinge im Stadtgebiet von Wesel eher wie eine Mut-mach-Geschichte.

Mit volkskundlichen Themen beschäftigen sich mehrere Beiträge.  Rolf-Günter Franz befasst sich mit der Geschichtedes Bergbaus, Wilfried Scholten erinnert an eine Schankwirtschaft inMoers-Asberg und Heiner Stapelberg an die Pumpennachbarschaften in der Stadt Dinslaken.

Kunst und Kultur

Im Kapitel „Kunst und Kultur“ berichtet Josef Böhmer über jene Zeit, als Xanten eineFilmstadt wurde. Markus Gehling erinnert an den Lohberger Lehrer und Lyriker Waldemar Sturm. Zu einem Bummel durch das Hünxer Heimatmuseum lädt der Autor Heinz Ingensiep ein. Brigitte Lohkamp beschreibt die Entstehung und Entwicklungder jetzt 50 Jahre alten Derik-Baegert-Gesellschaft im Schloss Ringenberg.

Zwei Erzählungen runden das Jahrbuch ab. Erich Rehne glossiert die Begeisterung der Kreisbewohner für alte Kraftfahrzeug-Kennzeichen, die vor der kommunalen Neuordnung des Kreises Wesel im Jahre 1975 gültig waren. Heinz Seemann schildert den Moment des Jahres 1945, als er im Rahmen des Frontübergangs als damals 15-Jähriger erstmals einem amerikanischen Soldaten begegnete.

Wer Interesse hat, an der nächsten Ausgabe des Jahrbuches mitzuarbeiten, kann sich mit dem Kreisarchiv Wesel in Verbindung setzen. Abgabeschluss für die Aufsätze ist der 15. April. H.Sch.

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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