Die morsch gewordene Steganlage am Gahlener Mühlenteich wird erneuert

Gahlen Auch mit Teer getränkte Bahnschwellen halten nicht ewig. An einigen Stellen waren die vor über 30 Jahren verlegten Bahnschwellen am nördlichen Rand des Gahlener Mühlenteiches so morsch geworden, dass der Heimatverein Gahlen beschloss, die Steganlage zu erneuern, zumal der Steg an der Teichseite schon abgesackt war.

Tatkräftige Unterstützung fand der Heimatverein beim Dorstener Garten- und Landschaftsbauer Eckhard Vornbrock, der seit vielen Jahren als großzügiger Sponsor des Vereins auftritt. Die Firma erstellte die Planungen, die von der Gemeindeverwaltung genehmigt wurden.

Mitarbeiter der Dorstener Firma Vornbrock und Mitglieder des Gahlener Heimatvereins entfernten am Samstag die alte Steganlage, bevor die Fundamente für die neue Steganlage gegossen wurden. Foto: Helmut Scheffler

Am Samstag wurde mit der Erneuerung der Steganlage begonnen. Dazu wurde zunächst der Wasserstand des Mühlenteiches um etwa 80 Zentimeter abgesenkt. Eckhard Vornbrock und seine beiden Mitarbeiter Marc Vennhoff und Carsten Stasch brachten die zum Abbau der Steganlage erforderlichen Gerätschaften mit. Mit einem 3,5-Tonnen-Minibagger wurden die einzelnen Bahnschwellen aus dem Verbund getrennt und anschließend in eine Stahlmulde abgelegt. Bisweilen musste mit einer Schleifhexe nachgeholfen werden. Die Entsorgung der abgebauten Steganlage übernimmt die Oberhausener Firma Nottenkämper, die im Gahlener Heisterkamp eine Deponie betreibt. 

Als eifrige Handlanger unterstützen die HV-Mitglieder Herbert Gülker, Jürgen Höchst, Wolfgang Jörgens, Günter Lachmann und der 14-jährige Schüler Tom Wischerhoff die Arbeiten.

Betonfundament geschaffen

Nach der Entfernung der alten Steganlage wurde mit den Gründungsarbeiten für den neuen Steg begonnen, die am kommenden Samstag abgeschlossen werden sollen. Dabei wird beiderseits des Steinbrunnens an jeweils drei Stellen recht trickreich ein Betonfundament geschaffen. Auf eine Einschalung der geplanten sechs Betonpfeiler konnte verzichtet werden, weil fertige Betonringe verwendet wurden, die der Oberhausener Baustoffhandel Span ebenso zur Verfügung stellte wie die übrigen Baustoffe. Die aus jeweils zwei aufeinander stehenden Brunnenringe bestehenden Hohlräume wurden anschließend mit Beton ausgegossen. Den nördlichen Abschluss bilden sechs L-Steine aus Beton. 

Diese gegossenen Betonfundamente und die L-Steine dienen am kommenden Samstag als Grundlage für die Befestigung einer Stahlkonstruktion, die von der Bestener Firma HGB Stahlbau erstellt wird.

Witterungsbeständiges Holz

Nach der Fertigstellung der Stahlkonstruktion übernimmt der Gahlener Dachdeckermeister Hans Hermeler die Montage einer Holzkonstruktion, wobei äußerst witterungsbeständiges Holz verwendet wird. Zu den abschließenden Arbeiten gehört der saubere Anschluss der gepflasterten Platzfläche an den neuen Steg. Die Bänke, die von Herbert Gülker und Wolfgang Jörgens bereits im vergangenen Jahr restauriert wurden, sollen wieder aufgestellt werden. 

Allen Firmen und Personen, die wieder kostenlos und ehrenamtlich mithelfen, das Gahlener Dorfbild zu verschönern, dankt der HV-Vorsitzende Jürgen Höchst: „Ohne diese langfristigen, treuen und zuverlässigen Partner hätte der Heimatverein Gahlen die vielen Projekte der vergangenen Jahre nicht umsetzen können. Da können wir gar nicht genügend danken.“ H.Scheffler

 

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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