Helmut und Ingrid Weltjen feiern Goldhochzeit

Schermbeck. Gleich zwei Nachbarschaften kommen heute Abend ins Dammerfeld, um am Haus von Ingrid und Helmut Weltjen einen Kranz aufzuhängen und daran zu erinnern, dass das Ehepaar Weltjen vor 50 Jahren geheiratet hat.

Die kirchliche Feier der Goldhochzeit findet am Freitag in der Drevenacker Kirche statt. Anschließend beginnt im Landhaus Wortelkamp der gesellige Teil der Feier.

Dort wird auch der Schützenverein Damm gratulieren, weil das Ehepaar dem Verein stets eng verbunden war. Ingrid Weltjen regierte 1978 als Königin an der Seite des Königs Heinz Neu.

Ingrid und Helmut Weltjen sind seit 50 Jahren verheiratet.
Foto: Helmut Scheffler

Der Jubilar ist ein gebürtiger Dammer. Er wuchs im Kreise von vier Geschwistern auf dem Hof Weltjen auf, besuchte die Dammer Schule und das Weseler Jungen-Gymnasium, bevor er eine Lehre als Maschinenbauer absolvierte.

Ingrid Wortelkamp wuchs als Einzelkind in Damm auf. Nach der Entlassung aus der Dammer Schule half sie in der elterlichen Gastwirtschaft.

Goldhochzeit ist ein Höhepunkt

Höhepunkte des dörflichen Lebens waren in Damm seit jeher die jährlichen Feste des Schützenvereins.

Das Schützenfest des Jahres 1965 wurde für Ingrid Wortelkamp und Helmut Weltjen zum Beginn einer Beziehung, die zwei Jahre später im Rahmen einer Verlobung gefestigt wurde und am 26. August 1969 zur Trauung durch den Schermbecker Standesbeamten Erich Heyne führte.

Kirchliche Trauung in der Drevenacker Kirche

Vorangegangene Trauerfälle in der Familie führten zum Verzicht des Paares auf eine kirchliche Trauung mit anschließender Feier. Die kirchliche Trauung wurde im Rahmen der silbernen Hochzeit im Jahre 1994 in der Drevenacker Kirche nachgeholt.

Nach der grünen Hochzeit schmiedete das Ehepaar Weltjen Umbaupläne für die Gaststätte, die auch zügig durchgeführt wurden. Bis zum Jahre 2012 hat Ingrid Weltjen die Gaststätte Wortelkamp geleitet.

Bis 2012 Gaststätte Wortelkamp geleitet

Von ihrem Mann, der als Maschinenbauer in der Firma Paurat bis zum Ruhestand im Jahre 1998 arbeitete, wurde sie nach Feierabend und an den Wochenenden kräftig unterstützt.

Arbeit fiel reichlich an, zumal die an der Bundesstraße 58 gelegene Gaststätte für eine Vergrößerung des ohnehin großen lokalen Kundenstamms sorgte und zum Betrieb eine Kegelbahn gehörte, die auch noch erhalten blieb, als im Schermbecker Raum mehrere Kegelbahnen geschlossen wurden.

Vom Gemeinderat genutzt

Die Gaststätte wurde – im Wechsel mit anderen Gaststätten der Gemeinde Schermbeck – auch vom Gemeinderat für seine Sitzungen genutzt, als es noch kein Begegnungszentrum gab.

Im Januar 2012 verpachtete das Ehepaar Weltjen die Gaststätte an Pit und Simone Schneider. Ein langes arbeitsreiches Leben ging fließend über in den gemeinsamen Alltag, der Freiraum eröffnete für gemeinsame Aktivitäten.

Gemeinsame Aktivitäten neben der Goldhochzeit

Dazu gehören regelmäßige Fahrradtouren. Viel Arbeit bringt die Gartenpflege mit sich, die sich das Ehepaar teilt. Der Spaten bleibt allerdings unberührt, wenn der BVB Dortmund ein Heimspiel absolviert. Dann fährt Helmut Weltjen nach Dortmund, um „seiner“ Mannschaft vor Ort die Daumen zu drücken.

Den Glückwünschen der beiden Nachbarschaften Dammerfeld und Umfeld Wortelkamp zur Goldhochzeit schließen wir von den Heimatmedien uns gerne an mit den besten Wünschen für den nun beginnenden gemeinsamen Weg zur diamantenen Hochzeit. H.Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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