Hubert und Walburga Dahlhaus sind seit 60 Jahren verheiratet

Die Feier mit der Großfamilie und mit den Nachbarn wird zwar noch auf eine coronasichere Zeit verschoben, aber Bürgermeister Mike Rexforth ließ es sich am Montag nicht nehmen, Hubert und Walburga Dahlhaus in der Kilianstraße zur diamantenen Hochzeit zu gratulieren.

Die Raesfelderin Walburga Brunsbach, die im Kreise von zehn Geschwistern aufwuchs, wurde nach der Entlassung aus der Raesfelder Volksschule Mitarbeiterin des Schermbecker Marien-Hospitals, in dem sie selbst geboren wurde. Beim Pfarrfamilienfest im Saal der Gaststätte Overkämping wurde der Altschermbecker Hubert Dahlhaus zum ersten Mal auf die 15-Jährige Raesfelderin mit den langen Haaren aufmerksam.

Es folgten Begegnungen bei der Maiandachten, bei Kilianfesten und je mehr die beiden jungen Leute Gefallen aneinander fanden, desto öfter trafen sie sich bei gemeinsamen Feiern, sei es bei der Raesfelder Theatergruppe, in der Walburga Dahlhaus mitspielte, bei der Blaskapelle „Einklang“, der Hubert Dahlhaus als Trompeter angehörte, bei Familienmitgliedern oder Nachbarn.

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Hubert und Walburga Dahlhaus sind seit 60 Jahren verheiratet. Foto: Helmut Scheffler

Zünftige Hochzeitsfete bei Nappenfeld

Am 7. August 1960 fand die Verlobung in Raesfeld statt. Ein Jahr später schlossen Walburga Brunsbach und Hubert Dahlhaus beim Altschermbecker Standesbeamten Viktor Wilsing den Bund fürs Leben. Am 27. September 1961, einem nebligen Mittwoch, brachte Heinz Schulze das Brautpaar zur kirchlichen Trauung in der Schermbecker Ludgeruskirche, wo Pastor Heinrich Timmermann den kirchlichen Segen erteilte. Nach der zünftigen Hochzeitsfete bei Nappenfeld zog das Brautpaar ins Elternhaus des Bräutigams im Dorf Altschermbeck.

Bezirkshelferin der kfd.

Im Laufe der Jahre wuchs die Familie um neun Kinder und zehn Enkel. Daneben haben die Jubilare ein großes ehrenamtliches Engagement im Kleinstädtchen entfaltet. Walburga Dahlhaus gehörte viele Jahre zur Theatergruppe der Ludgerusgemeinde, deren jährliche Karnevalsfeiern in manchen Jahren mehr als 2.000 Besucher nach Schermbeck lockten. Seit 56 Jahren ist Walburga Dahlhaus Bezirkshelferin der kfd.

1949 organisierte Hubert Dahlhaus das erste Kinderschützenfest in Altschermbeck. Seit 1950 ist er Mitglied der Blaskapelle „Einklang“, deren musikalische Leitung er im Jahre 1960 übernahm und bis zum Mai 1995 beibehielt. Es folgten etliche Jahre in der Nachwuchsausbildung, bevor Hubert Dahlhaus im Jahre 2016 die Leitung des Erwachsenenorchesters „Let`s play“ übernahm.

Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Altschermbeck

1956 wurde Hubert Dahlhaus Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Altschermbeck. In der Großgemeinde Schermbeck wurde er 1975 stellvertretender Leiter der aus drei Löschzügen bestehenden Wehr. Von 1985 bis 2002 war er als Brandschutztechniker für die Gemeinde Schermbeck tätig.

Von September 1979 bis zum September 1997 war Hubert Dahlhaus stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes von St. Ludgerus. 2015 überreichte Bürgermeister Mike Rexforth die achte Ehrenamtsmedaille der Gemeinde Schermbeck an Hubert Dahlhaus.

Am Montag erzählte das Jubelpaar vom jahrelangen gemeinsamen Kegeln, von der Begeisterung an gemeinsamen Wanderungen und vielen Fahrradtouren, auch durch die Niederlande. Der 85-jährige Jubilar gehört heute zu den ältesten Altschermbeckern, die die örtliche Entwicklung ihres Heimatortes schon vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs miterlebt haben. Der Jubilar hat inzwischen damit begonnen, seine umfangreichen Erinnerungen an das Leben in Altschermbeck in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg schriftlich zu dokumentieren. Seine Erinnerungsbände sind wahre Schätze der Heimatkunde Altschermbecks. Helmut Scheffler

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.