Tierquälerei ist ein Stück Alltag

Deutsches Tierschutzbüro informiert: Es ist rund 30 Jahre her, dass Tiere auch vom Gesetzgeber als schützenswert anerkannt wurden und dem Halter eine entsprechende Fürsorgepflicht auferlegt wurde. Das geschah im Jahr 1990 mit der Einführung des § 90a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), in dem es heißt: „Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.“

Das hört sich für juristische Laien nicht nur schwammig, sondern auch halbherzig an. Nur so ist es zu verstehen, dass rund 30 Jahre später immer noch Hunde getreten, Pferde geschlagen und Dutzende Katzen in einer kleinen Wohnung gehalten werden. Ganz zu schweigen von den Verhältnissen, unter denen zahlreiche Masttiere ihre kurze Lebensspanne fristen müssen.

  • Tierquälerei ist keine Ausnahme, sondern Alltag
  • Haustiere und Masttiere gleichermaßen betroffen
  • Ferkel werden einfach totgeschlagen
  • Deutsches Tierschutzbüro deckt auf
  • Veterinärämter müssen bei Verdacht einschreiten

Tierquälerei passiert jeden Tag

Da der Hunde der beste Freund des Menschen ist und Katzen den Alltag bereichern, können ja wohl nur psychisch abnorme Persönlichkeiten auf die Idee kommen, ihren Frust an Tieren abzureagieren, oder? Tatsächlich ist Tierquälerei auch im Jahr 2021 immer noch verbreiteter als man denkt. Nicht nur bei ohnehin verhaltensauffälligen Zeitgenossen.

Zigtausend Hunde aus dubiosen Züchtungen werden übers Internet angeboten und – oft schon krank – von ganz normalen Hundeliebhabern gekauft. Menschen, die es vielleicht gut meinen, halten oft aus reiner Ahnungslosigkeit, Tiere weit ab von einer auch nur halbwegs artgerechten Lebensweise.

Auch Profis, die es eigentlich besser wissen sollten, sehen in den ihnen anvertrauten Tieren immer wieder nur eine Ware. Manchmal nicht einmal das. Anders lässt sich kaum erklären, dass in einem großen Mastbetrieb in Niedersachsen, kranke Ferkel einfach totgeschlagen worden sein sollen. Kein Einzelfall übrigens, und bestimmt auch nicht das letzte Vorkommnis dieser Art.

Deutsches Tierschutzbüro unterstützt

Damit das nicht so bleibt, deckt das Deutsche Tierschutzbüro vor allem Missstände in Zucht-, Mast- und Schlachtbetrieben auf. Die Film- und Fotoaufnahmen, die dabei oft in Undercover-Recherchen entstehen, sind für die meisten Menschen nur schwer zu ertragen, aber sie schaffen ein Bewusstsein für das Problem in der Öffentlichkeit.

Das Deutsche Tierschutzbüro berät auch darin, wie man bei einem Verdacht auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorgehen sollte. Auf der Seite der Organisation sind die einzelnen Schritte dokumentiert. Dazu gehört auch eine Liste der Veterinärämter. Da die Veterinärmediziner aufgrund § 16a Tierschutzgesetz verpflichtet sind, bei tierschutzwidrigem Verhalten einzuschreiten.

Weitere Infos finden Sie hier:

https://www.tierschutzbuero.de/ratgeber-tierleid/