Entnahme doch eine Option? Der Umweltministerin werden die Wölfe zu teuer

Ursula Heinen-Esser (CDU) fordert eine Gesetzesänderung: Verhältnismäßig zwischen Wolfsschutz und Millionenzahlungen für Schutzzäune müsse neu überprüft werden.

Bis zu zehn Millionen Euro könnte die Förderung von Herdenschutzzäunen im Wolfsgebiet Schermbeck das Land noch kosten. Offenbar zu viel für die NRW-Umweltministerin, die jetzt im WDR-Fernsehen neue gesetzliche Regelungen gefordert hat.

Den Taschenrechner bemüht

Nach ihren jüngsten Verlautbarungen sollen nun neben Schafhaltern eigentlich auch Besitzer von Ponys und Rindern von der Förderrichtlinie profitieren. Heinen-Esser wollte mehr Tierhaltern höhere Schutzzäune finanzieren, um so Wolfsrisse zu verhindern. Doch die Umweltministerin scheint inzwischen einen Taschenrechner bemüht zu haben. Das Ergebnis: auf das Land könnten so etwa zehn Millionen Euro an Förderkosten zukommen.

Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit

Zehn Millionen Euro für ein Wolfsrudel? Das scheint jetzt der CDU-Politikerin dann doch entschieden zu teuer. „Wenn der Staat mehrere Millionen Euro für ein Wolfsrudel ausgeben muss, ob das noch tatsächlich eine Verhältnismäßigkeit ist“, so Heinen-Esser gegenüber dem WDR.

Da hört die (Tier-)Freundschaft auf

Eine Position, die sich so mancher Tierhalter aus der Region schon ein paar Millionen Euro früher gewünscht hätte. Denn bislang war aus dem Umweltministerium zumindest offiziell zu hören, dass es für eine Wolfsentnahme keine rechtliche Grundlage gebe. Eine finanzielle offenbar schon. Denn beim Geld hört ja bekanntlich die (Tier-)Freundschaft auf.

„Dann funktioniert das eben einfach nicht“

Und Heinen-Esser weiter zu den möglichen Millionenausgaben: „Denn dann wären wir ja jetzt an dem Punkt wo wir sagen: Okay, dann funktioniert das eben einfach nicht mit diesem Wolfsrudel.“ Dass das mit der Wölfin Gloria dann eben einfach nicht funktioniert, diese Sichtweise vertreten Wolf-Skeptiker schon länger. Aber da war es halt noch nicht kurz vor zehn Millionen.