Rückkehr zur Normalität in China, weitgehende Quarantäne in Italien, erste Anzeichen von panischen Reaktionen in Deutschland

Erste globale psychologische Studie zu emotionalen Corona-Folgen: Weltweit folgt Umgang den Phasen Inkubation-Panik-Depression-Neubesinnung-Normalisierung

Köln/Bonn (ots). Die Corona-Krise äußert sich derzeit weltweit in unterschiedlichsten Formen.

Allerdings zeigt die erste globalen psychologischen Studie zur Pandemie, vom psychologischen Forschungs- und Beratungsunternehmen concept m in den Ländern China, Italien, Deutschland und USA durchgeführt, das die Aufarbeitung weitgehend den gleichen Mustern folgt.

Demnach haben die USA die Phase 1 der Inkubation, in der die Menschen zwischen Erregung und Bagatellisierung schwanken, hinter sich gelassen. Deutschland ist schon am Anfang der nächsten Stufe der Verarbeitung, die von Angst bis hin zu Panik bestimmt wird – Hamsterkäufe sind ein Anzeichen dafür.

Erholung und Normalisierung

Italien durchlebt gerade die schwierigste Phase, in der die Zahl der Sterbefälle dramatisch steigt und durch rigide Quarantäne-Maßnahmen das gesellschaftliche Leben lahmgelegt wird. Doch nach Isolation und Depression kommt die Zeit der Reflexion und Neubesinnung, in der neue Chancen gesehen werden, und schließlich als fünfte Phase die Erholung und Normalisierung, die aktuell in China eintritt.

„Der globale Blick kann eine Entlastung für Deutschland sein“, so Dirk Ziems, Managing Partner von concept m und Autor der Studie, für die ein Forscherteam Konsumenten in Peking, Rom, Berlin, Köln und New York befragte.

Schicksalsgemeinschaft

Ziems: „Der Vergleich kann verstehen helfen, welche Werte in den Phasen von Panik und Isolation in China und Italien erfolgreich waren und sind: schonungslose Transparenz, Entscheidungskonsequenz, diszipliniertes Durchhaltevermögen, die Wiederentdeckung solidarischer Werte und das Bewusstsein, in einer globalen Schicksalsgemeinschaft zusammengeschweißt zu sein und gemeinsam bestehen zu können.“