Gahlener Eltern beklagen Raser – CDU will jetzt Tempo-Messer für die Kirchstraße

Der Ärger über Geschwindigkeitsübertretungen nimmt zu. Nach temporären Blitzer-Einsätzen sollen künftig LED-Anzeigetafeln die Fahrer bremsen.

Gahlen. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger haben sich in letzter Zeit über die zunehmende Zahl von Rasern auf der Kirchstraße aufgeregt. Vor allem Eltern, die sich deshalb Sorgen um ihre Kinder machen, seien mit ihrem Ärger auf die den Gahlener CDU-Ortsverband zugekommen. Der will jetzt politisch aktiv werden. Ideengeber des Antrags an die Gemeindeverwaltung war Frank Mahnke.

Vor den Bushaltestellen 

Bei der Gemeinde will die Orts-CDU einen Antrag auf Aufbau von zwei sogenannten LED-Geschwindigkeitsanzeigetafeln stellen. Die sollen vor den Bushaltestellen „Törkentrek“ (Haltestelle Post) und „Zur Linde“ (Haltestelle Paßstraße) montiert werden.

Nicht dauerhaft einen Blitzer im Dorf

„Die Erfahrung habe gezeigt, dass diese Anzeigen „einen spürbar positiven Effekt auf das Geschwindigkeitsverhalten der Verkehrsteilnehmer haben, da weit überwiegend Geschwindigkeitsüberschreitungen durch Unaufmerksamkeit und nicht durch vorsätzliche ,Raserei‘ zustande kommen“, erklärt André Rademacher von der CDU.

Diese „unaufmerksamen Fahrer“ würden dann „freiwillig das Tempo reduzieren“, so die Idee. Der Blitzer habe nur zeitweise Abhilfe geschaffen und stehe auch nicht dauerhaft zur Verfügung. Außerdem wolle der Ortsverband „nicht dauerhaft einen „Blitzer“ im Dorf stehen“ haben. 

Zusätzlich auch Straßenmarkierungen denkbar

Mit der LED-Anzeige könnten zusätzlich zur Geschwindigkeitsanzeige Verkehrsdaten erhoben werden, die neue Rückschlüsse zum Verkehrsaufkommen liefern. „So lässt sich sicher ermitteln, ob unser Dorf tatsächlich ein Problem mit regelmäßigen Überschreitungen hat“, so Rademacher. Er kann sich auch vorstellen, „das Tempolimit als Straßenmarkierung an zusätzlichen Stellen auf der Kirchstraße“ aufzubringen, um so „an die Einhaltung des Tempolimits zu appellieren und Verstöße zu minimieren“.

Statt Blitze lieber spenden

Statt Geld für einen dauerhaften „Blitzer“ auszugeben, sei dies eine Möglichkeit, Geld zu sparen oder z.B. dem Heimatverein zu spenden, da sich dieser in den letzten Monaten bei der Umgestaltung des Dorfteiches eingebracht hat. „Dieser ist ein unverzichtbarer Bestandteil unser Dorfgemeinschaft und kann sicher immer Unterstützung gebrauchen“, so Rademacher