Bürgermeister Mike Rexforth redet Klartext

Film der kompletten Rede von Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth beim Neujahrsempfang der CDU Schermbeck.

Schermbeck. Beim Neujahrsempfang der CDU 2020 in Schermbeck redete Bürgermeister Mike Rexforth Klartext. Es widersprach den seiner Meinung teilweise populistischen Aussagen, die es von Seiten politischer Ratsvertretern gebe, die mit Fingern, so Rexforth, auf Andere zeigen, ohne selbst Ideen und Lösungen anzubieten. Dies sei die schwerste Rede, die er je gehalte habe, so Rexforth im Vorfeld.

Die Kommunalwahl stehe bevor. Der Grundstein für demokratisches Handeln, für die nicht Gefährdung der Demokratie, wird hier vor Ort gelegt. Wir alle haben die Chance, den Populisten in unserem Ort entgegenzutreten, den Spiegel vor zu halten und immer wieder zu betonen, welch gute Arbeit in den letzten Jahrzehnten hier vor Ort geleistet wurde und jeden Tag wieder geleistet werde leisten, so Mike Rexforth.

Dazu braucht es Menschen, die Entscheidungen treffen, die Ideen entwickeln und auf den Weg bringen. Die Kunst sei es, nicht mit den Finger auf andere zeigen, sondern Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Rexforth führten an einigen Beispielen auf, wie seiner Meinung nach in Schermbeck populistisch mit Ängsten gespielt werde, oder versucht werde Politik zu machen. Von Ratsvertretern, die mit Finger auf anderen zeigen, ohne selbst Ideen und Lösungen anzubieten. Dies sei immer mehr Mode geworden.

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1 KOMMENTAR

  1. In dem Bericht hier lese ich: „Der Grundstein für demokratisches Handeln, für die nicht Gefährdung der Demokratie, wird hier vor Ort gelegt. Wir alle haben die Chance, den Populisten in unserem Ort entgegenzutreten, den Spiegel vor zu halten und immer wieder zu betonen, welch gute Arbeit in den letzten Jahrzehnten hier vor Ort geleistet wurde und jeden Tag wieder geleistet werde leisten,“ so Mike Rexforth.

    Die erste Aussage des amtierenden Bürgermeisters kann ich nachvollziehen. In diesem Punkt würde ich Herrn Rexforth 100% zustimmen. Tatsächlich halte auch ich die Wahlen für den Gemeinderat und den Bürgermeister für einen Grundstein demokratischen Handelns. Da wäre eine hohe Wahlbeteiligung wünschenswert, mit der die Bürgerinnen und Bürgerzeigen könnten, eben das auch verstanden zu haben.

    Und genau nach diesem Punkt komme ich zu einem etwas anderen nächsten Gedanken, als Herr Rexforth. Es geht nämlich m.E. nicht darum, ständig den sogenannten Populisten entgegenzutreten. Egal ob grün oder blau. Es geht auch nicht darum, gebetsmühlenartig sich selbst auf die eigenen Schultern zu klopfen, wie man glaubt, in den letzten Jahren gut gearbeitet zu haben, finde ich. Als Politiker mit echtem Format muss man Kritik aushalten können – auch von Populisten. Vielleicht wäre es dann gut, würde man wirklich mitten in die Bevölkerung hineinhorchen, ob die „Anderen“ auch der Meinung sind: Alles ist gut.

    Vielleicht gefällt manchen in Schermbeck ja nicht, dass es auf dem gesamten Schermbecker Gebiet keine richtige Polizeiwache gibt, die ständig besetzt ist – und es sind nur ausreichend Sicherheitskräfte da, wenn der Landesinnenminister zu Besuch ist. Immerhin haben die Polizisten Anfahrten bis zu 45 Minuten – um auf dem Gebiet Schermbeck von A nach B zu kommen…

    Oder es gibt Ungereimtheiten zu Themen wie Müllentsorgung und Diskussionsbedarf beim ÖPNV. Könnte ja sein. Nicht auszudenken, dass Menschen die Mittelstrasse nervig finden könnten, wenn sie mit dem Auto durchfahren – oder als Fussgänger umgekehrt an die Seite hüpfen müssen, damit es passt.

    Vielleicht vermissen auch manche eine Lösung in der Sache mit dem Edeka-Markt. Oder hatten gehofft, dass an der Kirche nicht mehr soviel Autos geparkt werden, nachdem die Fahrbahn markiert worden ist. Jedenfalls hört man das eine oder andere Thema – zumindest auch mal ausserhalb des Rates. Da taucht das Stichwort „fehlende Transparenz“ auch mal gerne auf. Ich sitze jetzt aber nicht im Rat, weshalb ich den Vortrag vom Bürgermeister auch nicht wirklich als seine „schwerste Rede“ verstehen kann. Hat er vielleicht eine Chance ungenutzt, mehr zu sagen, als Angst vor einem Grünen – Bürgermeisterkandidaten zu formulieren…? Das vermag ich nicht zu beurteilen, ich war nicht dabei.

    Jedenfalls stimme ich abschließend wieder zu, wenn Rexforth meint, es braucht Menschen mit Ideen. In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, was er als derzeit amtierender Bürgermeister davon halten würde, wenn die Liegenschaftspolitik des Bundes zu Gunsten der Gemeinden reformiert würde. Oder wie würde Herrn Rexforth das Bedingungslose Grundeinkommen auch für die Bürgerinnen und Bürger von Schermbeck gefallen anstelle von Hartz-IV oder sogenannter Grundrente… Was hält der Chef unserer Kommune von kostenlosem ÖPNV und würde er sich beim Städtetag für die Abschaffung der Pendlerpauschale stark machen (um das zu finanzieren). Solche Themen habe ich in seiner schwersten Rede nicht gehört. Ich war aber nicht dabei, weshalb sich mein Kommentar nur darauf stützt, was ich oben in dem Video sehen konnte…

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