Beim Breitbandausbau im Außengebiet liegt Schermbeck mit 87 Prozent gegenüber Hamminkeln 71 und Hünxe 67 Prozent vorne

Die Nachfragebündelung endet am 31. Juli 2020 in allen drei Gemeinden.

Hünxe. Der geförderte Breitbandausbau in Hünxe schreitet bei der Nachfragebündelung schleppend voran. Während in der Gemeinde Schermbeck bereits 87 Prozent und in Hamminkeln 71 Prozent erreicht wurde, liegt die Gemeinde Hünxe gerade mal bei 67 Prozent von insgesamt 506 förderfähigen Anschlüssen.

Die neusten Zahlen und Fakten teilte am Montagabend Bürgermeister Dirk Buschmann bei einer Informationsveranstaltung an der Schützenhalle in Gartrop mit. Erstmals gibt es Geld vom Staat

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Bürgermeister Dirk Buschmann(r.). Hünxe, wirbt für den kostenlosen Glasfaserausbau in den Außenbereichen. Foto: Petra Bosse

Rund 50 interessierte Bürger kamen, um sich über das anstehende Vorhaben für einen flächendeckenden Glasfaserausbau im Außenbereich von Hünxe zu informieren. „Wir wollen natürlich, dass auch die Haushalte, die nicht gefördert werden, einen zukunftsträchtigen Internetanschluss bis in Haus bekommen, um eine 100-prozentige Abdeckung zu erhalten“, so Buschmann. Wer die Kampagne verpasse, müsse später besonders tief in die Tasche greifen, wenn er es sich anders überlege. Die individuellen Kosten werden durch die Netzanbieter nach Abschluss der Nachfragebündelung berechnet, wenn klar ist, wie genau die Glasfasertrasse verläuft.

Die Bietergemeinschaft rechnet hier mit Kosten von mindestens 3000 Euro pro Hausanschluss. „Nach oben jedoch offen“, so Buschmann. Gleichzeitig verweist er aber auch darauf, dass die Kosten günstiger werden, je mehr Haushalte sich daran beteiligen.

Aubau für Null Euro

Muenet und epcan heißen die Firmen, die gemeinsam die Hünxer Bauerschaften mit schnellem Netz versorgen wollen. Ähnlich, wie es die Deutsche Glasfaser schon vor Monaten gemacht hat. Jedoch gibt es heute einen fundamentalen Unterschied: Diesmal nimmt der Staat Geld in die Hand und fördert die Anschlüsse. Für die 506 zukünftigen Nutzer bedeutet dies, dass sie keinen Euro dafür bezahlen müssen. Insgesamt stehen für den Ausbau 7,2 Millionen Euro Fördergelder bereit. Nicht gefördert werden 526 Haushalte. Diese können sich trotzdem an der Nachfragebündelung beteiligen. Sie können einen kostenpflichtigen Anschluss erhalten.

„Es ist wichtig, dass jeder zukünftig genügenden Bandbreite hat, um am Geschäftsleben teilnehmen zu können, denn der Datenbedarf wird nicht geringer“, fügte Buschmann hinzu, der sein Unverständnis darüber ausdrückte, dass, wenn schon kostenfrei Glasfaser bis in Haus geliefert wird, jemand dazu Nein sagt. „Was ich für wichtig halte, ist, dass jetzt erst einmal jeder für einen Ausbau stimmt. Erst später kann dann geschaut werden, inwieweit die Kosten bei den nicht geförderten Anschlüssen durch eventuelle Eigenleistungen reduziert werden können“, fügte Buschmann hinzu.

Mit Blick auf den Ausbau gab es einige Fragen seitens der Bürgerschaft: Wie kommt das Kabel ins Haus? Ist der Anschluss sicher, wenn das Kabel wie geplant nur 30 Zentimeter unter der Erde verlegt wird? Mitarbeiter der Firma epcan standen Rede und Antwort.

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