Deutsche und ungarische Schüler proben gemeinsam für ein Abschlusskonzert
Mit einem Konzert begann am Montagmorgen in der Aula der Gesamtschule Schermbeck die einwöchige Begegnung der Gesamtschüler mit dreizehn Jungen und den Lehrern Anna Nagy, Balázs Pados und Zsóka Incze von der jüdischen Budapester Partnerschule „Lauder Javne Iskola“.

Planungstreffen
Am frühen Sonntagmorgen holten die Gesamtschullehrer Peter Grotendorst und Jaisy Manthuruthil die Gäste vom Düsseldorfer Flughafen ab. Während die Schüler den Sonntag mit ihren Schermbecker Gastfamilien verbrachten, fand bereits am Nachmittag ein Planungstreffen der ungarischen Lehrer mit ihren deutschen Kollegen Grotendorst, Manthuruthil, Christina Spellerberg und Eddie Möllmann statt. „Wir waren überrascht, wie gut die Schule mit der digitalen Musik- und Tontechnik aufgestellt ist“, beschrieb Peter Grotendorst das Entladen eines Lkw mit dem Equipment, das für die musikalischen Darbietungen in dieser Woche benötigt wird.

Gemeinschaftskonzert
Bevor am Nachmittag deutsche und ungarische Schüler mit den Vorbereitungen für ein Gemeinschaftskonzert am kommenden Samstag um 18 Uhr begannen, stellten zwei ungarische Gruppen in der proppenvollen Aula der Gesamtschule den Bläserklassen und den Musikkursen der Oberstufe ihr beeindruckendes musikalischen Können vor. Jüdische Klezmer-Musaik, wie sie aus dem jüdischen Volksbrauchtum seit dem 15. Jahrhundert überliefert ist, wurde in ihrem breiten Spektrum zwischen langsamer und schneller Tanzmusik vorgestellt und mit sehr viel Applaus der Zuhörer bedacht, die bei schnellen Titeln mit ihrem rhythmischen Klatschen den Schlagzeuger unterstützten.

Verschiedene Workshops
Am Nachmittag begannen verschiedene Workshops, in denen deutsche und ungarische Schüler gemeinsam sangen, tanzten oder Instrumentalmusik einstudierten. Mit von der Partei waren die vier Schüler Balint Nikovitz, Bence Toth, Tibor Vajda und Jotam Ben-Yamie, die bereits in Schermbeck waren, als unter Leitung von der am Montag ebenfalls anwesenden Musiklehrerin Karin Garlich die Kinderoper „Brundibár“ einstudiert wurde.
8296 Euro von der Stiftung
Die Vorbereitungen für das gemeinsame Abschlusskonzert am Samstag sind mit einem weiteren Projekt verbunden. Die Stiftung „EVZ – Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ bezuschusst die Begegnung der beiden Partnerschulen mit 8296 Euro. Im Gegenzug sollen die Schüler in dieser Woche untersuchen, wie Diskriminierung aussieht, was mögliche Gründe für eine Diskriminierung sind und wie man ihr begegnen kann.

Musik bietet eine große Chance
Um zu erreichen, dass Menschen unterschiedlicher Nationalitäten friedlich und ohne Diskriminierung miteinander leben können, bietet die Musik eine große Chance. Zu den wichtigsten didaktischen Zielen des Projektes gehören das Erleben der Gemeinschaft mit Menschen aus einem anderen Land mit einer anderen Sprache und die Erfahrung, dass gemeinsame Arbeit Gemeinschaft stiftet. Über die Ergebnisse der einwöchigen Zusammenarbeit muss der Stiftung „EVZ“ ein abschließender Tätigkeitsbericht vorgelegt werden. Im Mittelpunkt der Begegnung steht zwar die Vorbereitung eines Konzertes, aber die Partnerschaft wird auch während eines gemeinsamen Ausfluges vertieft.

Am Dienstag starteten die ungarischen und deutschen Schüler zu einer Fahrt nach Köln, wo nach einer Führung durch den Dom genügend Zeit für einen Stadtbummel blieb.
„Alle sind herzlich willkommen“, lädt Peter Grotendorst zum Besuch des Abschlusskonzertes ein. Der Eintritt ist frei. H.Scheffler























