Grundschulleiterin Jessica Steigerwald teilt mit:

Liebe Bürgerinnen und Bürger, helfen Sie mit! Stimmen Sie beim Ratsbürgerentscheid mit ab!

In erster Linie benötigen wir für unsere Grundschule eine klare Entscheidung mit Zeitplan und einer sinnvollen Gestaltung des Übergangs, um die Schulentwicklung zielgerichtet voranbringen zu können. Nach den unzähligen Diskussionen sind wir inzwischen eine gemeinsame Grundschule mit zwei Standorten.

Die Teilung auf diese zwei Standorte erschweren jedoch die Arbeit. Nach dem Beschluss des Rates am 09.10.2019 gab es wieder nicht mehr als Diskussionen. Nun werden endlich Sie beteiligt. Nehmen Sie daher unbedingt teil und helfen uns, eine Entscheidung zu bekommen.

Das Ergebnis einer aktuellen Besprechung und Abstimmung des Kollegiums am 04.06. war, dass alle weiterhin einen gemeinsamen modernen Standort als grundlegende Voraussetzung für eine zukunftsfähige Grundschullandschaft ansehen. Mit nur einer Enthaltung wünschen sich alle eine neugebaute Schule wie im Ratsbürgerentscheid beschrieben: Ein Bildungszentrum mit integrierter 5zügiger Grundschule und einer 3-fach Turnhalle vor Ort.

Die organisatorischen und pädagogischen Begründungen, die eine moderne Schule in Zukunft benötigen wird, wurden uns gerade in der aktuellen schwierigen Zeit aufgezeigt als beide Standorte bei der Teilöffnung an einen Standort gezogen sind. Alle Überlegungen in diesen Bereichen können optimal in einem kompletten Neubau eingeplant werden anstatt bei einem Umbau nur möglichst annähernd umgesetzt zu werden.

Da das Thema der Grundschulzusammenführung in den Medien oft auf rein emotionaler Ebene geführt wurde, ist dieser Aspekt aus Sicht des Kollegiums nicht zu vernachlässigen. Wir wünschen uns daher einen Neustart an einem neuen Standort! Wenn wir schon in die Bildung unserer Kinder finanzieren, dann doch grundlegend und mi t allen Konsequenzen schließlich investieren wir in die Zukunft unserer Kinder und somit unsere eigene Zukunft.

Sie können nun mitentscheiden, ob es einen Um und Anbau mit Neubauanteilen an der Weseler Straße (momentaner Hauptstandort) oder einen Neubau daneben auf dem Feld, geben soll. Die Bedeutung des Bildungszentrums ist, Räume der Schule im Nachmittagsbereich für Vereine, VHS o.ä. zu öffnen. Dadurch können Fördergelder generiert werden. Die Räumlichkeiten der Schule sind schon seit langer Zeit neben dem eigentlichen Unterricht in das Gemeindeleben mit einbezogen. Es finden VHS-Kurse im Mehrzweckraum des Hauptstandortes sowie Instrumentalunterricht der Musikschule Einklang am Teilstandort statt. Auch unsere schuleigene Bücherei wurde gerne in Kooperation mit einem der Kindergärten mit genutzt. Warum sollte dies nicht bei einem Neubau mit aufgenommen werden und folglich Fördergelder genutzt werden.

Das bedeutet nicht, dass die Schule als Bildungszentrum größer gebaut werden müsste als eine 5-zügige Schule Platz für den Unterricht mit Fachräumen und Betreuungsräumen für die OGS, einer Mensa und Turnhalle benötigen würde. Bei einer 5-zügig integrierten Grundschule bliebe die Schulentwicklung auch flexibel, um bei hoher Anmeldezahl pro Jahrgang 5 Klassen bilden und aufnehmen zu können.

Doch machen Sie sich durch die zahlreich abgegebenen Stellungnahmen selbst ein Bild und entscheiden so, wie Sie es mit verantworten können. Wichtig ist ein Standort und ein Weiterkommen also ihre Teilnahme an dem Ratsbürgerbegehren. Nehmen Sie bitte alle daran teil und geben uns so die Unterstützung durch eine Entscheidung aus der Bürgerschaft, damit wir zielgerichtet weiterarbeiten können und nicht noch länger auf Entscheidungen warten müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Jessica Steigerwald
Schulleitung der Grundschule Schermbeck

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.