Wilhelm und Anna Rademacher feiern heute ihre diamantene Hochzeit
Gahlen In der Pfannhüttenstraße 18 im Gahlener Heisterkamp gibt es heute einen doppelten Grund zum Feiern. Wilhelm und Anna Rademacher sind seit 60 Jahren verheiratet und die Jubelbraut konnte wenige Tage vor der Diamanthochzeit nach einer Operation als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Als Wilhelm Rademacher und Anna Overbeck vor 84 Jahren geboren wurden, gehörte Östrich, wo der Jubilar aufwuchs und die Volkschule besuchte, noch zum Lippedorf Gahlen, in dem die Jubilarin im Kreise dreier Schwestern aufwuchs und die Dorfschule nahe der Kirche besuchte.
Der Zweite Weltkrieg hat nicht nur das schulische Leben beeinflusst. Beide Kinder erlebten mit, wie Teile ihrer Wohnhäuser durch Bomben zerstört wurden.
In der Gahlener Kirche wurden Anna Overbeck und Wilhelm Rademacher im Jahre 1945 durch den Aushilfspfarrer Beckmannshagen konfirmiert. Im selben Jahr wurden sie aus der Schule entlassen. Anna Overbeck war danach im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern beschäftigt. Beim Füttern und Melken der Kühe half sie schon als 14-Jährige ebenso wie beim Pflügen mit den Pferden.
Wilhelm Rademacher erlernte nach der Schulentlassung den Beruf eines Autoschlossers. Als Schlosser war er seit 1948 bei den Westdeutschen Quarzwerken beschäftigt.
Beim Gartroper Schützenfest des Jahres 1951 hat`s gefunkt. Ausgelassen wurde getanzt, bevor die beiden mit den Fahrrädern wieder nach Hause fuhren. Vier Jahre später, am 13. August 1955, wurde im Gahlener Standesamt nahe der Gaststätte Op den Hövel geheiratet. Am Nachmittag segnete Pfarrer Friedrich August Borgards in der nahen Dorfkirche den Bund fürs Leben. Die Hochzeitsfeier fand im Saal der Gaststätte Schult auf dem Kamp statt, wo die Eltern der Braut gleichzeitig ihre Silberhochzeit feierten.

Wilhelm und Anna Rademacher feiern heute ihre diamantene Hochzeit. Foto: Helmut Scheffler
Wilhelm und Anna Rademacher feiern heute ihre diamantene Hochzeit. Foto: Helmut Scheffler

Das junge Paar zog zunächst ins Elternhaus des Bräutigams nach Östrich und 1965 ins Elternhaus der Braut im Heisterkamp. Während die Jubilarin die Erziehung der beiden Kinder Jürgen und Rainer übernahm, kümmerte sich der Jubilar um den Broterwerb. Gemeinsam betreuten die Eheleute die Landwirtschaft im Nebenerwerb.
Wilhelm Rademachers Schichtdienst hat ein intensives Vereinsleben behindert. Zu einem geselligen Höhepunkt wurde die Schützensaison 1967/68. Damals saß Wilhelm Rademacher an der Seite der Majestäten Friedhelm Schwenzfeier und Hannelore Rademacher auf dem Schützenthron.
Die Jubilarin besucht regelmäßig die Veranstaltungen der Frauenhilfe. Montags ist Gymnastik angesagt.
Den Glückwünschen der Kinder und der drei Enkelkinder Sabine, Jörg und Marie schließt sich die Redaktion von „schermbeck-online.de“ gerne an mit den besten Wünschen für den nun beginnenden gemeinsamen Weg zur eisernen Hochzeit. H.Scheffler

Vorheriger ArtikelMit Gottesdiensten beginnt heute für 116 i-Dötze der Schulstart
Nächster ArtikelU13 vom SV Schermbeck verlor gegen SV SW Lembeck
Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Bitte den vollständigen Vor- und Nachnamen eintragen