Ausflug der Schermbecker kfd nach Essen

Dienstag, 18.05.2017 um 10:00 Uhr starteten 50 Frauen mit dem Bus in Richtung Essen
Das erste Ziel war die Margarethenhöhe. Es gab eine Führung und es gab die Gelegenheit, eine Museumswohnung zu besichtigen.

Im „Herrmanshof“ auf der Margarethenhöhe gab es ein gemeinsames Mittagessen.
Anschließend ging es mit dem Bus zum Grugapark. Dort gab es eine Führung durch das „Ronald MC Donald“ Haus. Viele kannten diese Einrichtung nicht und waren tief beeindruckt. Anschließend war noch Zeit für einen Spaziergang durch den blühenden Park und / oder einen Kaffee zu trinken.

Zufrieden und mit sehr vielen, z.T. emotionalen Eindrücken ging es am frühen Abend zurück nach Schermbeck.

Mitgeteilt von Marita Kraß-Sühling

Hier zusätzliche Infos:

Die Margarethenhöhe ist ein südlicher Stadtteil der Stadt Essen. Dessen Kern bildet die Siedlung Margarethenhöhe, die als erste deutsche Gartenstadt gilt.

Die 115 Hektar große, von der Margarethe Krupp-Stiftung verwaltete Siedlung gilt als Beispiel für menschenfreundliches Wohnen. Sie verfügt in 935 Gebäuden über 3092 Wohneinheiten. 50 Hektar der Siedlungsfläche sind als unbebaubares Waldland festgelegt.

Geschichte

Das Gebiet gehört zur Gemarkung Rüttenscheid, das 1905 zur Stadt Essen eingemeindet wurde. Die ersten Häuser auf der Höhe wurden 1910 fertiggestellt, deshalb waren die Bewohner von Beginn an Bürger von Essen. Die Margarethenhöhe wurde 1906 von Margarethe Krupp anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter Bertha gestiftet und ab 1906 bis 1938 von dem Architekten Georg Metzendorf (1874–1934), einem Mitglied des Deutschen Werkbundes, erbaut. Während der Zeit ihrer Errichtung war sie, wie sonst nur die Gartenstadt Dresden-Hellerau, durch einen Regierungserlass von allen Bauvorschriften befreit. Die ersten Häuser auf der Höhe wurden 1910 fertiggestellt. Zuvor wurde 1909 der Viadukt über das Borbecker Mühlenbachtal errichtet, einerseits um eine Anbindung des neuen Siedlungsgebietes an die Bürgermeisterei Rüttenscheid zu haben, und andererseits um das neue Gelände zu erschließen und es mit Baustoffen versorgen zu können. Der Viadukt führte auch über die 1872 eröffnete Bahnstrecke Mülheim-Heißen–Altendorf (Ruhr), an der es zwischen 1946 und 1965 den Personenbahnhof Margarethenhöhe gab, dessen Empfangsgebäude abgerissen wurde. Die Bahntrasse wurde schließlich 1999 endgültig stillgelegt und darauf ein Radwanderweg angelegt.

1924 erhielt die Margarethenhöhe eine katholische Kirche, die im Zweiten Weltkrieg 1944 zerstört worden war. 1952 wurde die heutige katholische Kirche Heilige Familie geweiht, die seit 2008 Gemeindekirche der Pfarrgemeinde St. Antonius ist.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die in großen Teilen zerstörte Siedlung in ihrer historischen Form wiederhergestellt. 1948 wurde die Margarethenhöhe ein eigenständiger Stadtteil. Von 1962 bis 1966 und von 1971 bis 1980 wurde auf dem noch unbebauten Land südlich der ersten Siedlung die Margarethenhöhe II errichtet, architektonisch teils minderwertig, und speziell im letzten Bauabschnitt, in dem Hochhäuser gebaut wurden, sozial problematisch. Laut Stiftung setzen diese Häuser „einen deutlichen gestalterischen Kontrast zur alten Margarethenhöhe“. Um die sozialen, technischen und ästhetischen Probleme der Margarethenhöhe II zu beheben, wurde bereits 1987 ein Sanierungsprogramm begonnen, um die öffentliche Wertschätzung auch der jüngeren Siedlungseinheit der Margarethenhöhe deutlich zu erhöhen.

Die Margarethenhöhe I hingegen wurde 1987 unter Denkmalschutz gestellt. Eine vom Ruhr Museum eingerichtete Musterwohnung vergegenwärtigt dem Besucher die ursprüngliche Gestaltung der Wohneinheiten und soll ihm „die wohnkulturelle Bedeutung des Denkmals Margarethenhöhe mit ihren variablen Typengrundrissen auch aus der Innenperspektive sichtbar werden“ lassen.

Zeitweise existierte auf der Margarethenhöhe auch eine kleine Künstlerkolonie, deren bedeutendster Gast der Fotograf Albert Renger-Patzsch war. Diese Kolonie wurde in den 1930er Jahren aufgelöst, nur die Keramikwerkstatt Margarethenhöhe existiert noch. Sie ist nach 1933 in die Zeche Zollverein umgezogen. Die damalige Gelsenkirchener Bergwerksverein A.G. stellte zu diesem Zweck auf einem Zechengelände diverse Räumlichkeiten zur Verfügung.

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Das Ronald McDonald Haus Essen
Das Essener Ronald McDonald Haus wurde 2005 nach dem letzten Architekturentwurf des Künstlers Friedensreich Hundertwasser eröffnet. Es ist ein Zuhause auf Zeit für Familien mit schwer kranken Kindern, die im Universitätsklinikum Essen behandelt werden.

Ronald McDonald Haus Essen

Es gibt wohl keinen Architekten, der geeigneter gewesen wäre, ein Haus zu entwerfen, in dem Familien während der Behandlung ihrer schwer kranken Kinder zur Ruhe kommen können. Mit seinen geschwungenen Formen und einem Mediationsturm, der als ein Ort der Ruhe und Entspannung dient, ist das Haus ideal, um den Klinikalltag hinter sich zu lassen.

Hundertwasser war der Überzeugung, das Architektur für den Menschen da sein muss und nicht umgekehrt. Entsprechend harmonisch gestaltete er auch das Ronald McDonald Haus Essen. So entstand eine schutzbietende Höhle, in der sich Familien von der anstrengenden Zeit im Krankenhaus zurück ziehen und erholen können. In 17 Apartments bietet sich hier Familien die Möglichkeit, eine Auszeit vom Krankenhausalltag nehmen. Durch die entspannte Umgebung im Ronald McDonald Haus ist es den Eltern möglich, sich ganz auf die Betreuung ihrer schwer kranken Kinder konzentrieren. Im Haus finden sie in dieser Zeit Unterstützung durch den Austausch mit anderen Familien, die sich in der gleichen Situation befinden.

Mitgeteilt von Marita Kraß-Sühling

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.