Der Ausbau des neuen Radwegs längs der B 224 zwischen Freudenberg und Raesfeld-Erle wird noch dauern.

Fahrradfahren im Münsterland ist beliebt. Nicht nur bei Berufspendlern. Fakt jedoch ist, dass noch nicht alle Wege ausgebaut sind. Wie beispielsweise die Verbindung im Dreiländereck zwischen dem Kreis Borken, Kreis Wesel und Dorsten.

Für Radfahrer aus Erle kommend endet der Radweg auf beiden Seiten abrupt am Ortsausgang Erle/Brannenschnede. Wer dennoch die Strecke weiterfahren möchte, muss entweder einen großen Umweg durch die Erler Heide machen, oder sich mit dem schmalen Seitenstreifen neben der Bundesstraße 224 zufrieden geben. Eine nicht ungefährliche Sache für Fahrradfahrer (wir berichteten).

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Übergang Fahrradweg in den Seitenstreifen der B224 in Erle. Foto: Petra Bosse

Lückenschluss

Mit dem anstehenden Lückenschluss soll die Erreichbarkeit der Stadt Dorsten und Schermbeck und umgekehrt für Radfahrer verbessert und eine attraktive Radwegeverbindung parallel zur B 224 geschaffen werden. 

Für den Ausbau der rund fünf Kilometer langen Strecke laufen seit 2019 bereits die Anträge. Geplant ist laut Straßen-NRW ein 1,75 Meter Fahrradweg. Dieser soll straßenbegleitend auf der linken Seite zur B 224 verlaufen. Zum Schutz sei zwischen Fahrbahn und Radweg ein Grünstreifen eingeplant, der den notwendigen Sicherheitsabstand gewährleisten soll. 

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Ausbauende des Radwegs Richtung Freudenberg. Foto: Petra Bosse

Baugrundgutachten liegt noch nicht vor

Auf Nachfrage teilt Elena Färber, Elena Färber, Medienbeauftragte Straßen-NRW am Dienstag mit, dass zurzeit erst noch das Baugrundgutachten abgewartet werden müsse, da sich die Erstellung etwas verzögert habe. Voraussichtlich werde es im März vorliegen. Erst dann könne mit einem Vorentwurf begonnen und die Ausführungsplanung erarbeitet werden. In einem nächsten Schritt werde dann der Bauablauf geplant.

Ob diese Schritte im laufenden Jahr 2022 abgeschlossen sein werden und der Bau noch in diesem Jahr starten kann, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher vorausgesagt werden. Zunächst müssen jetzt die Ergebnisse des Baugrundgutachtens abgewartet werden.

Rückblick

Wie seinerzeit im Juli 2021 Thomas Utsch von Straßen NRW (Regional Niederlassung Niederrhein Mönchengladbach) mitteilte, sollte in diesem Jahr mit dem Ausbau des rund 5,5 Mio. Euro teuren Projekts begonnen werden. Ein Ingenieurbüro sei mit der Planung beauftragt worden und dabei, die Vorentwurfsplanung zu erstellen. Bereits im Juli 2020 erhielt Straßen-NRW den Bescheid vom RVR, dass ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt worden sei, um für den Fahrradweg verschiedene Varianten zu erstellen.