Lippeverband beginnt mit Arbeiten, den Anpflanzung eines Auenwaldes, an der Maassenstraße.

Schermbeck. An der Lippe in Schermbeck wird im Rahmen des vom Land NRW finanzierten Renaturierungsprogramms „Lebendige Lippe“ auf einer 4,5 Hektar großen Weidefläche zwischen der Maassenstraße und der Alten Fährstraße eine Auenwaldfläche entwickelt.

In dieser Woche starten die vorbereitenden Erdarbeiten durch den Lippeverband für die Anpflanzung eines Auenwaldes.
Dazu wird innerhalb des Baufeldes Mutterboden umgelagert, um für verschiedene Baumarten optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen. Da nur innerhalb der Pflanzfläche gearbeitet wird, kommt es zu keinen baustellenbedingten Beeinträchtigungen. Die eigentlichen Pflanzarbeiten führt der Grundstückseigentümer dann ab Februar im Rahmen einer Ersatzaufforstung durch.

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An der Lippe in Schermbeck wird im Rahmen des vom Land NRW finanzierten Renaturierungsprogramms „Lebendige Lippe“ auf einer 4,5 Hektar großen Weidefläche zwischen der Maassenstraße und der Alten Fährstraße eine Auenwaldfläche entwickelt. Links sieht man die Maassenstraße, rechts davon erstreckt sich die Projektfläche.Maassenstraße Schermbeck: Beginn Flächenentwicklung (04/2020)
© Team Vermessung / EGLV

Renaturierung der Uferzone

Die neue Auenfläche soll durch die verschiedenen Baum- und Weichholzarten Fledermäusen, Vögeln und Insekten zukünftig einen wertvollen Lebensraum bieten. Die Fläche gehört zum Teil einem Privatunternehmen sowie dem Kreis Wesel. Mit der Maßnahme verbunden, ist auch eine weitere Renaturierung der Uferzone, damit die Lippe sich hier natürlicher entwickeln kann. Die so entstehenden unterschiedlich tiefen Wasserzonen bieten Tieren und Pflanzen vielfältige Lebenswelten.

Hintergrund: Programm „Lebendige Lippe“

Die Lippe ist ein 220 Kilometer langer Nebenfluss des Rheins. Sie entspringt in Bad Lippspringe und mündet in Wesel in den Rhein. Auf der rund 147 Kilometer langen Strecke zwischen Lippborg und Wesel fließt die Lippe durch das Gebiet des Lippeverbandes. Hier hat das Land NRW die Unterhaltung und den Ausbau des Flusses an den Lippeverband übertragen.

Der Lippeverband übernimmt neben der allgemeinen Pflicht der Gewässerunterhaltung auch die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie an der Lippe. Hierzu hat der Lippeverband im Auftrag des Landes NRW im Jahre 2013 das Programm „Lebendige Lippe“ für seinen Zuständigkeitsbereich aufgelegt und neben der Fortsetzung der bestehenden Projekte mehrere neue Projekte begonnen.

Das übergeordnete Ziel ist die langfristige Verbesserung und Wiederherstellung eines intakten Fluss-Auen-Ökosystems mit einer Erhaltung und Entwicklung von fluss- und auentypischen Strukturen und Lebensgemeinschaften. Für das Landesgewässer Lippe werden zu 100 % Landesmittel eingesetzt.

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