Die Abfallgebühren des Kreises Wesel sinken ab 2021 um etwa zwei Drittel

Das teilten Landrat Dr. Ansgar Müller, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Kreis Weseler Abfallgesellschaft (KWA) Josef Devers, der Aufsichtsratsvorsitzende Heinz-Günter Schmitz und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Lars Löding am Mittwoch, 20. Mai, mit.

Kreis Wesel (pd). Die Abfallgebühren für die Verwertung und Entsorgung des Haus- und Sperrmülls stellt der Kreis den Kommunen in Rechnung. Die Gebühren bestehen aus einer jährlichen Grundgebühr pro Einwohner bzw. sozialversicherungspflichtigem Beschäftigten und einer Leistungsgebühr pro Tonne angeliefertem Abfall.  

Landrat Dr. Ansgar Müller erläutert: „Wir schlagen dem Kreistag vor, die jährliche Grundgebühr von 21,50 Euro auf 2,50 Euro zu senken. Das ist in etwa ein Zehntel des bisherigen Betrags. Auch bei der Leistungsgebühr schlagen wir eine erhebliche Senkung um etwa die Hälfte vor: Statt der derzeitigen 207 Euro pro Tonne wird die Gebühr nur 109 Euro betragen.“

Nimmt man alle Werte zusammen, so der Landrat, reduziert sich die Gesamtgebührenbelastung um rund 65 Prozent. Dies ist möglich, weil die Verbrennungsanlage am Asdonkshof in Kamp-Lintfort Ende dieses Jahres abgeschrieben, also abbezahlt ist.
Dr. Müller ergänzt: „Darauf haben wir mit all unseren Bemühungen im Kreistag fraktionsübergreifend hingearbeitet. Mich freut es sehr, dass die Abfallgebühr des Kreises Wesel ab 2021 zu den niedrigsten in Nordrhein-Westfalen gehört.“

Wirtschaft selbst in die Hand genommen

Josef Devers, Vorsitzender der KWA-Gesellschafterversammlung, stimmt zu: „Wir haben die Sicherheit der Abfallentsorgung für unsere Bevölkerung und unsere Wirtschaft selbst in die Hand genommen. Jetzt können wir die Ernte einfahren und unsere Bürgern eine bundesweit vergleichsweise sehr günstige Entsorgung anbieten. Davon werden wir die nächsten Jahre alle gemeinsam profitieren.“

Heinz-Günter Schmitz, Kamp-Lintforter und Vorsitzender des Aufsichtsrates, der  die Gesellschaft KWA kontrolliert: „Das Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof ist ein anerkannter Betrieb hier am Ort und darüber hinaus geworden, der mit extrem guten Emissionswerten punktet und mit seiner sehr engagierten Mannschaft als zuverlässiger Partner in allen Entsorgungsfragen geschätzt wird. Die deutlich sinkenden Gebühren tragen sicherlich weiter dazu bei, dass die Menschen unserer Region froh sind, dauerhaft Sicherheit für die Entsorgung ihres Abfalls zu annehmbaren Kosten zu haben.“

Auf Dauer eine günstige Entsorgung

Sein Stellvertreter Lars Löding betont noch einen weiteren Aspekt: „Die deutlich günstigeren Gebühren steigern am Ende auch die Attraktivität des Unternehmens als Ausbildungs- und Arbeitsplatz. Der kontinuierliche Ausbau des AEZ Asdonkshof zu einem modernen Entsorgungsdienstleister für die Region ist unser aller Anliegen. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir auf Dauer eine günstige Entsorgung für die Kommunen anbieten können.“

Über das Gebührenmodell wird in den Kreisgremien im Juni beraten. Das endgültige Gebührenmodell sowie die Gebührenhöhe für 2021 wird voraussichtlich in der Oktober-Sitzung des Kreistages beschlossen werden. Auf Basis eines Kreistagsbeschlusses werden dann die Städte und Gemeinden ihre für die Bürgerinnen und Bürger maßgebenden Gebührenkalkulationen erstellen.

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