Gahlener Kegelclub „Die Knallharten“ ist 30 Jahre alt

Äußerst trinkfest und fröhlich

Mit einem Frühstück im Gahlener Dorfladen begann  die 30-Jahrfeier des Kegelclubs „Die Knallharten“, die von Edith Hülsemann und Sandra Kleinespel organisiert wurde. Für den ersten Teil der Strecke zur Brennerei Böckenhoff in Dorsten stellten sich Udo Kleinespel, Gerald Ruloff und Karsten Ruloff mit fein gewienerten Autos zur Verfügung. Mit einem Planwagen ging es weiter zur Erler Brennerei Böckenhoff. Auch während der Weiterfahrt und abends beim Absacker im Hause Kleinespel wurde Kamillentee geschmäht.

Vielleicht hatten es die Bestener Junggesellen vor drei Jahrzehnten gar nicht bewusst gemacht. Aber unklug war es allemale, den jungen Damen als Dankeschön für die Hilfsdienste bei der Maifeier eine Fahrt zur Mosel zu schenken, und dann – vielleicht aus Kostengründen – den Bus so zeitig ins Moselstädtchen zu schicken, dass man noch vor Sonnenuntergang wieder in Gahlen war. „In Cochem hatte die Fete noch gar nicht richtig angefangen“, erinnert sich eine Fahrtteilnehmerin an den Groll, der sich auf der Rückfahrt im Bus breit machte.

Der Kegelclub „Die Knallharten“ feierte sein 30-jähriges Bestehen. Hockend (v.l.): Edith Hülsemann, Heike Abelt. Stehend (v.l.): Bettina Dejoks, Simone Stratenwerth, Carmen Eifert, Anke Haverott, Sandra Kleinespel, Jutta Strohmeier. Annegret Engelmann. Es fehlen: Anne Ruloff und Bettina Scholten. Foto: Helmut Scheffler

„Ab jetzt bestimmen wir über unsere Fahrten selbst“, hieß die Devise am Ende des Ausflugs. In diesem Augenblick schlug die Gründungsstunde für den Kegelclub „Die Knallharten“. Mitte Januar 1987 traf man sich zur ersten Kegelpartie im Dorstener „Haus zur Hardt“. Bereits einen Monat später gingen „Die Knallharten“ Anne Ruloff, Heike Abelt, Sandra Kleinespel, Edith Hülsemann, Bettina Scholten, Annegret Engelmann, Anke Haverott, Monika Endemann und Marlies Heck in der Dorstener Gaststätte „Zur Südheide“ zur Jagd auf alle Neune. Seit Mitte 1989 traten die Kegeldamen bei Mölder in der Gahlener Kirchstraße an.

An die erste Kegeltour im Juni 1989 erinnern sich „Die Knallharten“ noch gerne zurück: Die „Königliche Kreuzfahrt“ führte damals nach England. Seither gab es jedes Jahr eine Kegeltour. Ziele waren der Westerwald und Rügen ebenso wie Grömitz, Wismar, das Moseltal, das süddeutsche Sonthofen, der Frielingdorfer Ferienpark, der Timmendorfer Strand und – gleich dreimal – das niederländische Leiwen. Zu sportlichen Erfolgen im Rahmen der Gemeindemeisterschaften hat es zwar nie gereicht, aber der gute Wille war zumindest da.

Die Teilnahme am Casting in München für die Sendung „Ruckzuck“ scheiterte im November 1989 wegen eines formalen Fehlers. Im Lippedorf gibt es solche Probleme nicht. Wenn eine von den Damen Schützenkönigin war, dann wurde ohne Wenn und Aber im Schützenzelt gefeiert. Mit Königin Sandra Kleinespel feierten „Die Knallharten“ im Jahre 1994 ebenso ausgelassen wie mit Anne Ruloff im Jahre 1999 und mit Annegret Engelmann im Jahre 2001. Im Oktober führt die Jubiläumstour nach Fintel in die Lüneburger Heide. H.Scheffler

 

 

 
 

 

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.