Fünf Vereine können neue Projekte finanzieren

Die „Ton-Stiftung-Nottenkämper“ spendete zum dritten Male
So schnell spricht sich eine gute Tat herum. Während es für die erste Geldausschüttung der „Ton-Stiftung-Nottenkämper“ im April letzten Jahres nur den Kirchenchor „Cäcilia“ als Bewerber gab, erhielten gleich fünf Vereine einen Geldbetrag.

Die im Sommer 2014 gegründete Stiftung, eine Initiative der Hermann Nottenkämper OHG, die im Gahlen-Gartroper Bereich seit den 80er-Jahren Ton abgräbt und die Gruben mit Materialien der Deponieklasse 1 verfüllt, nahm die Überreichung der einstimmig bewilligten Geldbeträge im Vereinsheim des TuS Gahlen vor, wo die Gäste vom Vorsitzenden Gerhard Rusch und von Conny Eckold begrüßt wurden. Dr. Bruno Ketteler, der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, sein Stellvertreter Heinrich Rühl und der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Horst Griese vertraten die Stiftung.

Die Vertreter der einzelnen Vereine dankten der Ton-Stiftung und erhielten die Gelegenheit, ihre Gruppen und den Verwendungszweck für das erhaltene Geld vorzustellen. Die Bewirtung der Gäste übernahm die Vereinswirtin des TuS Gahlen.

Der Geldbetrag, den der TuS Gahlen erhielt, ermöglicht die Anschaffung von vier Sitzgruppen, die unter der Überdachung an der Westseite des Turnhallengebäudes stehen werden und es den Eltern und Großeltern der jugendlichen Spieler erlauben, beim Training zuzuschauen. „Das fördert die Gemeinschaft“, ist Gerhard Rusch überzeugt. Der TuS Gahlen hat außerdem mit den Planungen für ein größeres Projekt begonnen. Geplant ist die Umgestaltung des Tennenplatzes zu einem Kunstrasenplatz. Der Verein, der die Sportanlage seit vielen Jahren selbst bewirtschaftet, wird das Vorhaben mit eigenen Kräften und Mitteln umsetzen. Der Verein hofft aber, dass die politische Gemeinde im Zuge der anstehenden Haushaltsberatungen einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro bewilligt, zumal ein erhöhter Pflegeaufwand entsteht.

Im Auftrag der Schermbecker Nachbarschaftsberater nahm Friedhelm Koch den Zuschuss der Nottenkämper-Stiftung in Empfang. „Die Nachbarschaftsberatung hat sich inzwischen in Schermbeck etabliert“, berichtete Koch. Die Stiftungsgelder fließen in ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Situation hilfsbedürftiger Menschen durch eine Vernetzung der Nachbarschaftshilfe in Schermbeck mit lokalen Arztpraxen.

Friedhelm Koch von der Gemeinde Schermbeck knüpft hohe Erwartungen an das Projekt. „Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass ältere Menschen künftig noch länger als bisher in ihrem vertrauten Umfeld verbleiben können und dennoch optimal medizinisch versorgt werden.“ Kurzfristig soll die Ausschreibung für die Besetzung der Stelle einer Koordinatorin erfolgen.

Ingo Kufferath vom Schützenverein Bricht bedankte sich für die finanzielle Hilfe bei der Sanierung des Schießstands. Da der seitliche Bodenwall der Freiluftschießbahn wegzubrechen drohte, schien die Zukunft der Schießanlage ungewiss. „Mit vereinten Kräften haben wir die Anlage saniert und können unseren Mitgliedern jetzt wieder eine feste Perspektive für die Ausübung des Schießsports bieten“, zeigte sich Kufferath erleichtert.

Dr. Bruno Ketteler (vorne l.), Dr. Horst Griese (vorne r.) und Heinrich Rühl (hinten 2. v.l.) von der Ton-Stiftung Nottenkämper überreichten den Vereinsvertretern Conny Eckold, Ingo Kufferath (vorne 2. u. 3.v.l.), Friedhelm Koch (hinten l.), Hans-Dieter Kollecker, Gerd Kensy und Gerhard Rusch (hinten v.r.) einen Geldbetrag aus Mitteln der Nottenkämper-Stiftung. Foto: Helmut Scheffler
Dr. Bruno Ketteler (vorne l.), Dr. Horst Griese (vorne r.) und Heinrich Rühl (hinten 2. v.l.) von der Ton-Stiftung Nottenkämper überreichten den Vereinsvertretern Conny Eckold, Ingo Kufferath (vorne 2. u. 3.v.l.), Friedhelm Koch (hinten l.), Hans-Dieter Kollecker, Gerd Kensy und Gerhard Rusch (hinten v.r.) einen Geldbetrag aus Mitteln der Nottenkämper-Stiftung. Foto: Helmut Scheffler

Auch das Netzwerk Schermbeck der Evangelischen Kirchengemeinde Schermbeck darf sich freuen. „Dank der Förderzusage kann die dringend erforderliche Sanierung der Terrasse an der Südseite des Gemeindehauses jetzt in Angriff genommen werden“, erläuterte Gerd Kensy, Mitglied des Netzwerkrates und treibende Kraft bei der Baumaßnahme. Das fünfköpfige ehrenamtliche Café-Team wird die Terrasse künftig in das wöchentliche Angebot des „Café Schorsch“ integrieren.

Ein weiterer Betrag der Stiftung fließt zwar dem Verein für jüdische Geschichte und Religion e.V. in Dorsten zu. Wie Hans-Dieter Kollecker als Finanzvorstand des Museums mitteilte, soll das Geld dazu verwendet werden, einen Leitfaden für den jüdischen Friedhof am Schermbecker Bösenberg zu erstellen. Geplant ist eine etwa 50-seitige Broschüre, an deren Erstellung auch Schüler der Schermbecker Gesamtschule beteiligt werden sollen.

Anmeldeschluss für die nächste Förderrunde ist der 31. Dezember. Leicht zu bearbeitende Antragsformulare kann man von der Homepage der Stiftung downloaden.

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.