StartBauen und SanierenNeuer Name für Schermbecks Grundschule: Kinder und Bürger sollen mitentscheiden

Neuer Name für Schermbecks Grundschule: Kinder und Bürger sollen mitentscheiden

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Der neue zentrale Grundschulstandort in Schermbeck soll einen eigenen Namen erhalten. Laut Vorlage der Gemeindeverwaltung sollen sich neben den Schulkindern Bürger an der Namensfindung beteiligen. Mit dem Verfahren befasst sich der Bildungs-, Ordnungs- und Sozialausschuss am Dienstag, 16. Juni 2026.

Baustelle der neuen Grundschule in Schermbeck
Foto: Petra Bosse

Kinder stoßen die Namenssuche an

Den Anstoß für die Namensfindung gaben die Kinder beim Spatenstich für den Schulneubau am 11. Februar 2026. Die Kindersprecher überreichten Bürgermeister Mike Rexforth ein Holzschild mit der Aufschrift: „Neue Grundschule = neuer Name. Kinder entscheiden mit in Schermbeck.“

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Damit verbanden sie die Bitte, einen neuen Namen für den gemeinsamen Schulstandort zu suchen und die Kinder an der Entscheidung zu beteiligen.

Die Gemeindeverwaltung wertet diesen Vorschlag laut Vorlage als Möglichkeit, Kinder aktiv in den Prozess einzubeziehen. Gleichzeitig könne die Beteiligung die Identifikation mit dem neuen Grundschulstandort stärken.

Bürger können eigene Namen vorschlagen

Nach dem Vorschlag der Verwaltung sollen nicht nur Schüler Ideen einreichen können. Auch alle Bürger sollen während eines noch festzulegenden Zeitraums Namensvorschläge abgeben dürfen.

Die Gemeinde plant dafür Teilnahmekarten, die im Rathaus ausliegen sollen. Zusätzlich soll eine digitale Teilnahme möglich sein. Eigene Vorschläge von Mitgliedern des späteren Auswahlgremiums müssten ebenfalls über dieses Verfahren eingereicht werden.

Aus allen Einsendungen soll anschließend eine Vorschlagsliste entstehen.

Sieben Stimmen im Namensgremium

Die Verwaltung schlägt ein freiwilliges Namensgremium mit insgesamt sieben Stimmen vor. Vier Stimmen sollen auf die im Rat vertretenen Fraktionen entfallen. Hinzu kommen jeweils eine Stimme für das Kinderparlament, das Lehrerkollegium sowie den Bürgermeister beziehungsweise die Verwaltung.

Die beteiligten Gruppen sollen selbst festlegen, wer ihr Stimmrecht im Gremium ausübt. Die Verwaltung übernimmt die organisatorische Koordination.

Jede Gruppe bestimmt zehn Favoriten

Alle Mitglieder des Namensgremiums sollen zunächst eine Übersicht mit sämtlichen eingereichten Vorschlägen erhalten. Jede stimmberechtigte Gruppe wählt daraus zehn Favoriten aus.

Der favorisierte Name erhält zehn Punkte, der Vorschlag auf dem zweiten Platz neun Punkte. Die weitere Bewertung erfolgt absteigend bis zu einem Punkt für den zehnten Platz.

Bei der Sitzung des Namensgremiums werden die einzelnen Ranglisten zusammengeführt. Erscheint ein Name auf mehreren Listen, werden die Punkte addiert.

Fünf Namen kommen in die engere Auswahl

Nach der ersten Auswertung darf jede der sieben Stimmen einem Vorschlag einen zusätzlichen Punkt geben. Dadurch sollen knappe Ergebnisse, einzelne Ausschläge oder Gleichstände ausgeglichen werden können.

Die fünf Namen mit den meisten Punkten bilden anschließend die endgültige Vorschlagsliste. Über den Namen des neuen zentralen Grundschulstandortes entscheidet danach der Bildungs-, Ordnungs- und Sozialausschuss.

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