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Neue Hörstation erinnert an den alten Dammer Bahnhof

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Am alten Dammer Bahnhof ist am 18. Mai 2026 eine neue Hörstation offiziell eröffnet worden. Direkt an der früheren Bahntrasse, zwischen den Knotenpunkten 21 und 22, können Radfahrer und Spaziergänger nun nicht mehr nur an der vorhandenen Raststelle mit Bank und Infotafel verweilen, sondern sich die Geschichte dieses besonderen Ortes auch anhören.

Eingebunden in die Schermbeck-App

Die Hörstation ist bereits digital in die Schermbeck-App eingebunden und dort unter den „Lieblingsorten“ als „Hörstation am Dammer Bahnhof“ zu finden. Über den vor Ort angebrachten QR-Code gelangen Besucher direkt zu den Audioinhalten. Die einzelnen Beiträge der mittlerweile rund 70 Hörstationen dauern zwischen zwei und sechs Minuten und machen lokale Geschichte auf einfache Weise zugänglich.

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Der alte Dammer Bahnhof ist für viele Menschen in Damm mehr als nur ein ehemaliger Haltepunkt. Bereits im Juli 2017 wurde dort eine kleine Erinnerungsstation eingerichtet. Damals spendete der Turmverein die Bank und übernahm die Regie für das Projekt. Hintergrund war, dass für die Übernahme einer Patenschaft nur Vereine in Frage kamen. Für Hermann Göbel, bis vor wenigen Wochen Präsident des Turmvereins, war schnell klar, dass sich der Verein dieser Aufgabe annimmt.

Gemeinschaftsprojekt mit vielen Beteiligten

Im Herbst vergangenen Jahres brachte Birgit Lensing von der Gemeinde Schermbeck schließlich die Idee ins Spiel, am Hektometerstein eine Hörstation einzurichten. Der Vorschlag stieß sofort auf offene Ohren. Aus der Idee wurde ein Gemeinschaftsprojekt, an dem mehrere Beteiligte mitwirkten.

Rainer Schmidt von creadorado übernahm den QR-Code, Jan Gerrit Zajdel von der Gemeinde gestaltete die Vorlage, Frank Steinbring und Birgit Lensing sprachen die Texte ein. Stefan König von König Werbetechnik übernahm zudem die Fertigung des Schildes.

Hektometerstein als Stück Eisenbahngeschichte

Eine besondere Rolle spielt an diesem Ort der Hektometerstein mit der Aufschrift 28,9. Gefunden wurde er eher zufällig von dem Dammer Malermeister Heinz Neu, der in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs wohnt. Erst durch intensive Nachforschungen stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um den alten Hektometerstein handelt.

Ursprünglich stand dieser etwa 50 Meter östlich des Dammer Bahnhofs. Heute ist er ein sichtbares Stück Eisenbahngeschichte und ein wichtiger Bezugspunkt der neuen Hörstation.

Erinnerung soll modern vermittelt werden

Bei der offiziellen Eröffnung zeigte sich, wie viel ehrenamtliches Engagement, Ortskenntnis und Heimatverbundenheit in dem Projekt steckt. Mitglieder des Turmvereins standen vor Ort ebenso für Fragen zur Verfügung wie Vertreter der Gemeinde. Sie machten noch einmal deutlich, dass die Erinnerung an den alten Bahnhof nicht nur bewahrt, sondern auch zeitgemäß vermittelt werden soll.

Hermann Göbel nutzte die Gelegenheit außerdem, den neuen Song von Peter Braun „Bei uns in Damm“ zu präsentieren. Das Turmlied greift die Verbundenheit mit dem Ort musikalisch auf und passt damit gut zu dem Anliegen der Hörstation, Dammer Geschichte für die Menschen vor Ort und für Besucher erlebbar zu machen.

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