Wären Sie lieber ein beliebter Bürgermeister mit wenig Wirkung oder ein durchsetzungsstarker, aber unbequemer?
Als Kandidat der extremen Mitte finde ich mich weder in der einen noch in der anderen Rolle wieder. Aber ganz ehrlich: Natürlich will ich beliebt sein. Wer sagt, ihm sei das egal, lügt sich doch selbst was vor. Aber ich weiß auch: Wenn man nur beliebt sein will, wird man zum Maskottchen – zuständig fürs Bändchendurchschneiden und warme Worte.
Ich will beliebt sein, weil ich wirksam bin – nicht stattdessen. Ich will Dinge verändern, Missstände ansprechen, auch mal unbequem sein – aber ohne Zynismus und ohne Gönnerblick. Klartext geht auch freundlich. Und Haltung schließt Menschlichkeit nicht aus.
Wenn’s gut läuft, sagen am Ende viele: „Der war nicht perfekt – aber echt. Und es war gut, dass er da war.“
Die nächste Frage lautet: Wenn Sie einen Abend mit Ihrem größten politischen Gegner verbringen müssten – was würde passieren. Hitzige Debatte, diplomatisches Schweigen oder überraschende Freundschaft?























