Wir möchten von den Bürgermeisterkandidaten wissen, welche Entscheidungen der letzten Jahre hätten nach Ansicht der Kandidaten nach besser oder anders getroffen werden sollen?
Vier Kandidaten treten zur Kommunalwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Manuel Schmidt (Die PARTEI), Dieter Michallek (SPD) und Stefan Dürrbaum (BfB).
In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton.
Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.

Welche Entscheidungen der letzten Jahre hätten Ihrer Ansicht nach besser oder anders getroffen werden sollen?
Mike Rexforth
„Sagen Sie es mir!“
Manuel Schmidt
„Weniger zaudern, mehr machen – das gilt für die Schule, den Verkehr, den Umgang mit Fördermitteln und die Frage, wie Bürger einbezogen werden. Manchmal wurde zu lange gewartet, zu oft der kleinste gemeinsame Nenner gesucht.
Ich hätte mir an vielen Stellen mehr Transparenz, mehr Mut und die Bereitschaft gewünscht, Kritik auch mal zum Anlass für Veränderung zu nehmen, nicht für Rechtfertigungen. Das gilt ausdrücklich für alle Beteiligten – Rat, Verwaltung und auch Bürger. Ich würde das gerne im offenen Dialog verbessern“.
Dieter Michallek
„Beim Grundschul-Neubau wurde wertvolle Zeit verschenkt. Eine ehrliche Bewertung der alten Bausubstanz hätte früher gezeigt: Sanierung lohnt sich nicht, ein Neubau ist die bessere Lösung. Stattdessen zogen sich die Entscheidungen endlos hin. Dann kamen aussichtslose Klagen dazu, die das Projekt weiter verzögerten. Das war ärgerlich und völlig unnötig. In der damaligen Niedrigzinsphase hätten wir Millionen sparen können – diese Chance ist nun vertan.
Solche Fehlentscheidungen dürfen nicht wieder passieren. Als Bürgermeister werde ich Projekte zügig und transparent vorantreiben. Klare Analysen, schnelle Entscheidungen und offene Kommunikation – so vermeide ich teure Verzögerungen. Unsere Steuergelder sind zu wertvoll für endlose Diskussionen“.
Stefan Dürrbaum
„Aus der Vergangenheit zu lernen ist entscheidend. Rückblickend sehe ich drei Punkte, die man anders hätte angehen sollen. Es wurde zu spät und nicht konsequent genug in den Breitbandausbau und die Modernisierung der Schulen investiert, was uns heute in Zugzwang bringt. Die Außenbereiche wurden vernachlässigt, insbesondere bei Nahversorgung und Mobilität.
Zudem fehlte es bei größeren Projekten oft an Transparenz und echtem Dialog mit den Bürgern, was zu Misstrauen geführt hat. Für die Zukunft heißt das: mutiger, transparenter und bürgernäher handeln“.
Morgen geht es im Teil 20 mit der Frage: Welche Kritik oder Sorgen haben Ihnen Bürgerinnen und Bürger zuletzt mitgeteilt und wie wollen Sie darauf reagieren?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW























