Nach einer Vielzahl von Schockanrufen im Kreis Borken warnt die Polizei vor Betrügern, die ihre Opfer mit erfundenen Notlagen unter Druck setzen. Schockanrufe sind jedoch ein kreisübergreifendes Problem und beschäftigen die Polizei regelmäßig. Dabei geraten auffallend häufig ältere Menschen ins Visier der Täter. Doch wie finden die Betrüger ihre Opfer? Die Redaktion hat bei der Polizei nachgefragt.
Kurze Rufnummern können auf ältere Menschen hinweisen
Die Polizei bestätigt, dass die Täter gezielt nach älteren Menschen suchen. Als Anhaltspunkt dienten ihnen öffentlich zugängliche Telefonbuchverzeichnisse.
„Besonders kurze Festnetznummern mit nur drei oder vier Ziffern nach der Ortsvorwahl können darauf hindeuten, dass der Anschluss schon lange besteht und einer älteren Person zugeordnet ist“, sagt Thorsten Ohm von der Pressestelle der Polizei im Kreis Borken.
Auch die im Telefonbuch aufgeführten Vornamen könnten Rückschlüsse auf das Alter der Anschlussinhaber ermöglichen.
Auch andere Betrugsmaschen betreffen Festnetzanschlüsse
Kriminelle könnten ihre Opfer zwar auch über Mobiltelefone kontaktieren, die Polizei beobachte jedoch eine klare Tendenz. „Nicht nur Schockanrufe, sondern auch andere betrügerische Anrufe gehen auffallend häufig über das Festnetz ein“, erklärt Ohm. Das Mobiltelefon spiele bei diesen Betrugsversuchen eine deutlich geringere Rolle.
Telefonbucheintrag ändern oder löschen
Laut Polizeilicher Kriminalprävention sollten Betroffene ihren Telefonbucheintrag überprüfen. Sie könnten den Vornamen abkürzen oder streichen sowie den Eintrag vollständig löschen lassen. Damit werde es Betrügern erschwert, anhand des Namens oder einer kurzen Rufnummer gezielt nach älteren Anschlussinhabern zu suchen. Eine Änderung oder Löschung könne beim jeweiligen Telefonanbieter beantragt werden.























